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Musikalische Zeitreise (v. l.): Dietrich Heydner, Angela Gruber, Martina Haindl-Krompass und Kayoko Ellebrecht. 

Anima Viva

Mit Herzblut durch die Welt der Musik

Mir Herzblut“, so wie Dietrich Heydner den Namen des Trios „Anima Viva“ übersetzt, hat der Querflötenspieler gemeinsam mit Angela Gruber am Klavier und Kayoko Ellebrecht an der Oboe ein besinnliches aber auch fröhliches Konzert im Festsaal des Wasserschlosses Taufkirchen gestaltet.

Taufkirchen – „ Das Repertoire umspannte dabei fast die gesamte Musikgeschichte des Westens, vom englischen Renaissance-Komponisten John Dowland bis zum US-amerikanischen Jazz-Pianisten George Gershwin.

Dabei zeigten sich die drei klassischen Musiker, die vor sechs Jahren als Gottesdienstbegleitung begannen, äußerst experimentierfreudig und wurden gesanglich von der Sopranistin Martina Haindl-Krompass und perkussiv von Claudio Estay, dem ersten Schlagzeuger an der Staatsoper München, unterstützt. Der Abend begann zunächst mit einem ruhigen und dann einem umso lebendigeren Satz aus der Trio-Sonate in C-Dur von Johann Joachim Quantz, der am Hofe des Preußenkönigs Friedrich des Großen gefeiert wurde. Seiner Absicht treu, kurze und gern gehörte Stücke darzubieten, fuhr das Trio mit einer selbst auf ihre Besetzung umgeschriebenen Darbietung von Johann Sebastian Bachs Sopran-Arie „Bist du bei mir“, stimmgewaltig von Haindl-Krompass gesungen, fort. Dem folgte, gewohnt verspielt, ein Menuett in F-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. Die „Hausmusik für die Seele“, wie es Heydner nannte, fand seine Fortsetzung mit Stücken von John Dowland und Johann Pachelbel, bevor das sehr flotte „Saltarello“ des modernen ungarischen Komponisten Ferenc Farkas das zahlreiche Publikum in die Pause verabschiedete.

Klassisch ging es mit zwei Tänzen von Ludwig van Beethoven weiter, bevor es jazzig wurde. Auf der Snare-Drum, mit Besen gespielt, begleitete der Profi-Perkussionist Claudio Estay Anima Viva, zum Walzer Nr. 2 aus der Suite Nr. 2 von Dimitri Chostakovich, dann erneut mit Haindl-Krompass am Gesang, zu Richard Rodgers „Blue Moon“ sowie „I got Rythm“ und „Love is here to stay“ von George Gershwin. Dabei umriss Dietrich Heydner, der zum Saxophon wechselte die Entstehung des Jazz und dessen Entwicklung von der Unterhaltungsmusik zur ernsten Musik. Als Gastbeitrag beeindruckte Estays Sohn Fabio am Klavier, der mit seinem Großvater Heydner ein Andante von Edward Elgar darbot. 

Das Trio Anima gastiert am Sonntag, 10. Dezember, um 18.30 Uhr im Fischer’s Seniorenzentrum in Erding und am Samstag, 16. Dezember, um 18 Uhr in Reichenkirchen im Pfarrsaal. Der Eintritt ist jeweils frei, Spenden erbeten.

Florian Holzner

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