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Der Vorstand der Nachbarschaftshilfe Moosen und Taufkirchen mit (stehend v . l.) Maria Galler, Edith Seifüßl, Petra Levin-Gerland, Rosi Maurer, Bürgermeister Franz Hofstetter und Andrea Paulik, (sitzend, v. l.) Hermine Forsthuber, Elfriede Mittermeier und Doreen Laubsch. 

Nachbarschaftshilfe

Moosener helfen jetzt auch in Taufkirchen

Vor 16 Jahren wurde die Nachbarschaft- und Haushaltshilfe Moosen gegründet. Jetzt wurde der Verein umbenannt und auch auf Taufkirchen erweitert.

Von Birgit Lang

Moosen – Anlass dafür ist die Gemeindeentwicklung in Taufkirchen, der Grund, dass man mehr Mitglieder, vor allem aktive, gewinnen möchte. Schon jetzt fänden 50 bis 70 Prozent der Einsätze in Taufkirchen statt, erklärte Vorsitzende Andrea Paulik bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Zuhr in Moosen. Viele Taufkirchener wüssten aber gar nicht, dass es die Nachbarschaftshilfe (NBH) gebe, für viele sei auch der Namensanhang „Moosen“ irritierend. Auch den Passus Haushaltshilfe wollte man schön länger weglassen. Denn man werde immer öfter von Leuten mit einer Putzstellenvermittlung verwechselt. „Wir sind aber kein Ersatz für Pflegedienste, Tagesmütter oder Putzfrauen. Wir helfen, solange eine Notsituation besteht oder bis Ersatz gefunden ist, aber nicht auf Dauer“, erklärte Paulik.

„Mit der Namensänderung kann man vielleicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, hoffte die Vorsitzende. Die Kosten für die dazu nötige Satzungsänderung übernehme die Gemeinde. Zudem werde eine Koordinationsstelle im Rathaus eingerichtet, falls die Mitglieder für die Umbenennung stimmen.

Bürgermeister Franz Hofstetter betonte: „Es ist eure Entscheidung. Natürlich wäre es schön, wenn ihr auch über Moosen hinaus tätig seid.“ In Taufkirchen fehlten oft die Angehörigen. „Die Unterstützung der Gemeinde habt ihr.“ Schließlich stimmten alle 28 anwesenden Mitglieder geschlossen dafür künftig unter „Nachbarschaftshilfe Moosen und Taufkirchen e.V.“ zu firmieren. Paulik informierte weiter, der Vereinssitz bleibe Moosen.

Bei den vorangegangenen Neuwahlen wurde dem gesamten Vorstand das Vertrauen ausgesprochen. Somit bleibt Paulik Vorsitzende, Rosi Maurer ihre Stellvertreterin, Doreen Laubsch Schatzmeisterin, Petra Levin-Gerland Schriftführerin, Edith Seifüßl Einsatzleiterin und Elfriede Mittermeier Stellvertreterin sowie Maria Galler und Hermine Forsthuber Kassenprüferinnen.

1231 Einsatzstunden wurden von den 25 Aktiven des insgesamt 122 Mitglieder zählenden Vereins im vergangenen Jahre geleistet, berichtete Paulik in ihrem Jahresbericht. „Ein neuer Rekord.“ Im Vorjahr seien es 1149 Stunden gewesen. „Durch die Zahlen kann man sehen, wie sehr die NBH gebraucht und mittlerweile auch sehr gut in Anspruch genommen wird.“ Der Großteil fiel wie immer auf Haushaltshilfe mit 1201 Stunden, gefolgt von 19 Stunden Fahrdienste sowie jeweils fünf Stunden Senioren- und Kranken- sowie Kinderbetreuung. Zudem wurden weitere 320 Stunden ehrenamtlich geleistet, beispielsweise für die Bastelstube am Adventsmarkt, Treffen mit anderen Einrichtungen und Vereinen, Seniorenbesuche in Altenheimen oder Büroarbeit.

Auch ein Treffen mit Seniorenlotsin Daniela Hampel und Katharina Gaigl vom Mehrgenerationenhaus sowie Heinz Schreiner vom Seniorenbeirat hat stattgefunden. Dabei ging es darum, die Betreuung und Begleitung demenzkranker Menschen in das NBH-Angebot aufzunehmen. Dies könne über die Pflegekasse mit 13 bis 15 Euro pro Stunde abgerechnet werden, so Paulik. Dafür sei aber eine „Schulung zum ehrenamtlichen Helfer für niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsleistungen“ nötig. Dies werde man im Januar in Angriff nehmen, wenn ausreichend Interesse bei den Helfern bestehe.

Bürgermeister Hofstetter dankte allen für ihren Einsatz. 1231 Einsatzstunden, das sei Arbeit für eineinhalb Vollzeitkräfte, die man ohne Nachbarschaftshilfe beschäftigen müsste, meinte er. Für den Gemeindechef ist klar, wenn es die Nachbarschaftshilfe Moosen nicht gäbe, „müssten wir etwas anderes auf die Füße stellen“.

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