Provisorisch erweitert: Im Kinderhaus Pauli Bekehr sind derzeit zwei Gruppen in Containern (links) untergebracht, ein Anbau ist geplant.
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Provisorisch erweitert: Im Kinderhaus Pauli Bekehr sind derzeit zwei Gruppen in Containern (links) untergebracht, ein Anbau ist geplant.

Mehr Geburten, größerer Bedarf

Noch ein Kinderhaus für Taufkirchen

Die Gemeinde Taufkirchen wächst. Deswegen ist ein neues Kinderhaus mit fünf Gruppen nötig. Die Planung hat begonnen.

Taufkirchen – Es ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinde, Kita-Betreuungsplätze für Kinder zur Verfügung zu stellen. Taufkirchen ist dahingehend schon wieder an seine Grenzen gekommen. „Wir haben die letzten Jahre immer wieder erweitert, neue Gruppen und Kinderhäuser dazu gebaut haben, trotzdem ist es leider schon wieder so weit, dass alle Plätze voll sind“, informierte Christine Empl den Gemeinderat. Als Konsequenz beschloss das Gremium, die konkrete Planung für ein weiteres Kinderhaus mit bis zu fünf KiTa-Gruppen voranzutreiben.

Empl, Sachbearbeiterin im Rathaus, rechnete vor, dass in sieben Einrichtungen (Krippen, Kindergärten und Hort) von sechs verschiedenen Trägern derzeit 450 Kinder betreut werden. In der neuen Waldgruppe, die zwölf Kinder besuchen, seien noch acht Plätze frei, in Moosen noch einer in der altersgemischten Gruppe.

Der Pauli-Bekehr-Kindergarten soll erweitert werden, allerdings geht es mit dem Anbau relativ langsam vorwärts. Aktuell werden dort 26 Krippenkinder in Containern betreut.

Für die Bedarfsermittlung beobachtet man die Geburtenzahlen, die in Taufkirchen steigen. Damit wächst auch der Bedarf an Betreuungsplätzen. Früher sind es laut Empl um die 80 Geburten pro Jahr im Gemeindebereich gewesen, in den vergangenen Jahren über 100, davon rund drei Viertel im Schulsprengel Taufkirchen, der Rest in Moosen. Im vorigen Jahr waren es 96 Geburten.

Neben den Geburten würde der entstehende Wohnraum der Bedarfsermittlung zugrunde gelegt. In den nächsten fünf bis zehn Jahren werden in Taufkirchen an die 480 Wohneinheiten entstehen, schätzte Empl, davon 400 in Taufkirchen und 80 in Moosen. Flächen würden besser ausgenutzt, oft Mehrspänner mit mehreren Wohnungen errichtet.

Beide Faktoren zusammen würden einen Mehrbedarf von 40 Kindergartenplätzen und zehn Krippenplätzen in fünf Jahren bedeuten, rechnete Empl hoch. Parallel würden auch die Schülerzahlen steigen. So könnte es sein, dass die Grundschule Moosen bald wieder einen zweizügigen Jahrgang haben werde. Auch der Taufkirchener Hort sei voll. Allerdings habe man hier eine gewisse Sicherheit, weil die Schüler, die jetzt im Mehrgenerationenhaus ihre Mittagszeit verbringen, mit in den Neubau in die Mittelschule ziehen würden. Dann habe man wieder mehr Platz.

Rat Stephan Bachmayer (EiMo) fragte, ob man den Erweiterungsbau des Moosener Kinderhauses, der kurz vor der Eröffnung steht, noch umplanen könne, um dort mehr Kinder unterzubringen. Es werde dem Moosener Bedarf ziemlich gut gerecht, antwortete Empl und fügte an, dass die Taufkirchener Eltern ihre Kinder dort in den Kindergarten schicken wollen, wo ihre Kinder auch später in die Schule gehen würden. Natürlich könne es sein, dass man bei Engpässen auch Taufkirchener Kinder in Moosen unterbringen werde, wenn möglich.

CSU-Rätin Anneliese Mayer bedankte sich dafür, dass in Taufkirchen so „weit vorausschauend geplant“ werde. In anderen Kommunen gebe es keine ausreichenden Kita-Plätze. Sie freue sich, dass ein weiteres Kinderhaus rechtzeitig geplant werde.

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