Seit 40 Jahren gibt es den Pfarrverband Taufkirchen. Dazu gab es eine gemeinsame Messe und eine weltliche Feier.
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Die Gründermütter und -väter (v. l.): Karl-Heinz Kreissel, Anna Drexler, Georg Hans Schmitt, Elisabeth Bauer, Doris Hamacher (Vorsitzende Pfarrgemeinderat Moosen), Thomas Maier (Vorsitzender Pfarrgemeinderat Unterhofkirchen), Pater Pawel Kruczek, Roswitha Schäffner (Vorsitzende Pfarrverband), Marianne Bauer, Helena Oberloher, Markus Stummer (Vorsitzender Pfarrgemeinderat Wambach) , Annemarie Ellinger, Georg Bauer, Franz Wegmann und Pfarrer Thomas Zeitler. Nicht auf dem Bild die Mitgründer: Irmgard Brenninger, Katharina Tremmel und Georg Reß.

Gemeinsame Messe, weltliche Feier

Pfarrverband Taufkirchen: 40 Jahre eigenständig, aber gemeinsam

Seit 40 Jahren gibt es den Pfarrverband Taufkirchen. Dazu gab es eine gemeinsame Messe und eine weltliche Feier.

TaufkirchenMit dem Gruß „Vivat, Crescat, Floreat“, also „Leben soll er, wachsen soll er, blühen soll er“ feierte der geistliche Gründer des Pfarrverbandes Taufkirchen, Pfarrer Thomas Zeitler, das 40-jährige Jubiläum des Zusammenschlusses. Nach einer gemeinsamen Messe, an der weitere vier Priester, darunter Apostolos Malamoussis, griechisch-orthodoxer Erzpfarrer in München, fünf Diakone sowie circa 25 Fahnenabordnungen teilnahmen, wurde weltlich gefeiert.

Hinter der VR-Bank, die ihren Parkplatz für ein Zelt der Gemeinde stellte, versammelten sich zahlreiche Mitglieder der vier Pfarreien Taufkirchen, Moosen, Wambach und Hofkirchen. Pfarrverbandsvorsitzende Roswitha Schäffner fügte an die Begrüßung der Ehrengäste, darunter auch Landrat Martin Bayerstorfer, ihren Losspruch für den Pfarrverband, der über vier Jahrzehnte seine Gültigkeit behalten hat, an: „Gemeinsamkeit in der Eigenständigkeit.“

Laienarbeit im Pfarrverband eine Erfolgsgeschichte

Höhepunkt des offiziellen Teiles, nach Grußworten aus Vertretern der Politik und der Kirche, waren die Ehrungen von Gründungsmitgliedern des Pfarrverbandes. Pfarradministrator Pater Pawel Kruczek sprach über den Verband von einem „Geschenk“, dass er vor fünf Jahren bekommen habe und es seither auspacke.

Bürgermeister Franz Hofstetter, einst Ministrant in Moosen, dankte allen Geistlichen während der Zeit des Bestehens, allen voran Zeitler, den er als Vorbild bezeichnete. Eine Erfolgsgeschichte sei die Laienarbeit im Pfarrverband, im Praktischen sowie in der Seelsorge, stellte er fest.

Zeitler froh über die aktuelle Struktur

Die Idee, den ganzen Landkreis in Pfarreigruppen zusammenzufassen hatte schon Zeitlers Vorgänger Josef Schlaipfer, ihm schwebte ein Verband Oberes Vilstal vor, demnach hätten die Pfarreien Hörgersdorf, Hofkirchen, Rappoltskirchen, Taufkirchen und Teile des Holzlandes zusammengeschlossen werden sollen. Aus dem oberen Vilstal wurden dann aber zwei Pfarrverbände. „Wir sind froh, dass das nicht so geworden ist, nur vier Pfarreien lassen sich wesentlich besser führen“, urteilte Pfarrer Zeitler.

Zu dieser Zeit hatte auch die Politik ein Interesse daran, dass die neu gezogenen Verwaltungsgrenzen sich mit denen der Pfarreien deckten, dies gelang aber nicht. „Es gab keine Arbeitshilfen. In regelmäßigen Treffen versuchten wir zu sammeln, was wichtig ist, welche Rollen die Mitarbeiter übernehmen sollen und was sie tun dürfen oder sollen, um die Priester zu entlasten“, erinnerte Pfarrer Zeitler an die Anfänge.

Die Bedienung im voll besetzten Zelt übernahmen die vier Landjugenden, der Mittagstisch kam von der Metzgerei Zuhr, das große Kuchenangebot wurde hauptsächlich von den Frauengemeinschaften gebacken. Musik kam von Kurt Müller mit der kleinen Blaskapelle der Kreismusikschule.

Fabian Holzner

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