56. Taufkirchener Volksfest

Ein prachtvoller Auftakt

Taufkirchen - „Der Wahnsinn“, meinten einige Zuschauer. Schöner hätte der Auszug zum Taufkirchener Volksfest nicht sein können. Bei herrlichem Sommerwetter strömten an die 1000 Zuschauer in den Ort, um sich am besten gleich ein schattiges Plätzchen mit gutem Blick zu sichern.

Die vielen gut gelaunten Schaulustigen konnten den bisher wohl größten und schönsten Festauszug erleben, den die Vilsgemeinde jemals auf die Beine gestellt hat. „Auch so viele Pferdeäpfel lagen noch nie auf der Straße“, sagte ein Teilnehmer feixend.

Unter den fast 60 teilnehmenden Gruppierungen waren Bürgermeister Franz Hofstetter mit Enkel Pepe, die Festwirte mit ihren Bedienungen, die Vertreter der Brauereigenossenschaft, die Gemeinderäte und viele der rund 100 Vereine der Gemeinde sowie andere Einrichtungen. Alle hatten sich sauber heraus geputzt, trugen ihre Vereinstracht oder Shirts in den Vereinsfarben, die Schützenkönige ihre prachtvollen Ketten. 14 mit Blumen geschmückte Kutschen und Gespanne, darunter der Fasswagen der Brauerei, ein Trike und ein Oldtimer sowie vier Blaskapellen, begleiteten den prachtvollen Zug.

Am Busbahnhof und am Attinger Weg hatten sich alle aufgestellt. Über die Landshuter und Kellerstraße setzten sie sich in Richtung Hilpolding in Bewegung. Auch viele der anrainenden Häuser wurden von ihren Besitzern für das Volksfest mit Fahnen und Tüchern geschmückt. Auf Balkonen und in Fenstern, vor Eisdielen und Cafés, auf Brücken, Gehsteigen, Campingstühlen und Decken hatten es sich die Zuschauer gemütlich eingerichtet und verfolgten den perfekt organisierten Zug.

Etwas abenteuerlich war die erstmalige Teilnahme der Mitarbeiter der Taufkirchener Gemeindewerke. Mit Sonnenblumen hatten sie ihren Wagen zuvor noch dekoriert. Nur schafften sie es mit ihrem Gespann nicht bis ans Ziel. Die beiden Pferde konnten sich nicht auf eine gemeinsame Zugrichtung einigen, so dass die Deichsel abbrach und die Mitarbeiter zu Fuß nach Hilpolding gehen mussten. „Gleich beim ersten Auftritt ein Achsbruch“, meinte Kundenberater „Schos“ Bart.

Alle Teilnehmer marschierten schließlich über die Festwiese in die Festhalle ein, beklatscht vom Bürgermeister, den Volksfestreferenten Stefan Haberl und Thomas Unterreitmeier sowie Volksfestorganisatorin Christine Aulechner, die den Zug wieder angeführt hatten, sowie den Gemeinderäten und Brauerei-Vorständen, die am Eingang Spalier standen.

Hofstetter zapfte auf der Bühne traditionell das erste Fass Bier an, brauchte dazu vier Schläge, verspritzte keinen Tropfen und freute sich über den tollen Auftakt. Er wünschte allen eine friedliche Wiesn 2016 und stieß darauf mit den Festwirten Franz, Manuela und Helmut Jell, Braumeister Tom Drechsel, Brauerei-Vorstandsvorsitzendem Vale Vorbuchner, Vertriebschef Rudi Maly, Schankkellner Peter Hauer, den Volksfestreferenten, Aulechner und der Geistlichkeit, vertreten durch Pater Paul und Pfarrer Edson Schumacher, an.

Es folgten Auftritte der Flashlights, der Kinder- und Jugendgruppe des Trachtenvereins Gebensbach, musikalisch untermalt von der Blasmusik Buchbach und der Holzland Blaskapelle. Festwirt Franz Jell zeigte sich nach den ersten zwei Tagen durchaus zufrieden. Der Umsatz an Bier und Essen laufe hervorragend, trotz heißem Wetter seien sehr viele Besucher gekommen, die friedlich am Volksfest feiern. Das Sicherheitskonzept der Taufkirchener funktioniere seit Jahren gut. Auch Helmut Sperr, Wirt des Weinstadls freute sich über den gelungen Auftakt und den guten Besuch in seiner Hüttn.

Bilder: Volksfest-Auftakt in Taufkirchen

Birgit Lang

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Grünes Licht für Neubau am Kellerberg
Früher war es ein Wohnhaus mit Tierarztpraxis, jetzt soll auf dem Grundstück am Kellerberg-Nord ein Doppelhaus mit Garagen errichtet werden.
Grünes Licht für Neubau am Kellerberg
Röhrende Motoren, wummernde Bässe
Was auf dem Erdinger Volksfestplatz am Samstag an außergewöhnlichen Autos präsentiert wurde, war äußerst sehenswert. Der 2015 gegründete Tuning Club Erding, der …
Röhrende Motoren, wummernde Bässe
Die Familie gibt in der Trauer Kraft
Besonders an Allerheiligen gedenken Christen ihrer verstorbenen Angehörigen. Kurz davor ist die Geschäftigkeit an den Gräbern groß. Ein Besuch auf dem Friedhof St. Paul.
Die Familie gibt in der Trauer Kraft
Forstern gibt das Geld zu langsam aus
Einen teils zufriedenen, aber auch kritischen Zwischenbericht gab Forsterns Bürgermeister Georg Els (AWG) seinem Gemeinderat. Mit einem Rekord-Haushalt wird es wohl …
Forstern gibt das Geld zu langsam aus

Kommentare