1. Startseite
  2. Lokales
  3. Erding
  4. Taufkirchen (Vils)

Schlagernacht, Drehbar und mehr: Einige Premieren beim 60. Volksfest in Taufkirchen

Erstellt:

Von: Birgit Lang

Kommentare

In fröhlicher Runde stießen die Volksfest-Macher mit dem Musikanten der Holzland Blaskapelle auf das 60. Jubiläumsvolksfest an, darunter Bürgermeister Stefan Haberl mit Frau Katrin (sitzend, 5. und 6. v. r.) und Altbürgermeister Franz Hofstetter (sitzend, 3. v. l.).
In fröhlicher Runde stießen die Volksfest-Macher mit dem Musikanten der Holzland Blaskapelle auf das 60. Jubiläumsvolksfest an, darunter Bürgermeister Stefan Haberl mit Frau Katrin (sitzend, 5. und 6. v. r.) und Altbürgermeister Franz Hofstetter (sitzend, 3. v. l.). © Birgit Lang

Das 60. Taufkirchener Volksfest wird das letzte der Festwirtsfamilie Jell sein. Dieser Abschied wird mit ein paar Neuerungen versüßt.

Taufkirchen – Nach einer „langen Durststrecke“ von zwei Jahren war wieder Volksfest-Bierprobe im Bräustüberl angesagt. Im Mittelpunkt standen dieses Mal nicht Stammwürze und Alkoholgehalt des Gerstensafts, sondern viele Veränderungen und ein einschneidender Abschied, der schon ein bisschen Wehmut aufkommen ließ. Doch nun freuen sich erstmal alle auf die 60. Wiesn.

Das Bier sei heuer „ein bisserl kerniger“, beschrieb Braumeister Tom Drechsel den Sud. „Es trägt mehr auf, wird hervorragend ankommen“, meinte er. Statt reihum das Bier zu bewerten, ergriff Bürgermeister Stefan Haberl nach der Begrüßung durch Vorstandsvorsitzenden Valentin Vorbuchner das Wort. Er bestätigte, was in Taufkirchen schon länger gemunkelt wurde: Für die Festwirtsfamilie Jell wird es das 25. und letzte Volksfest sein.

Zwar wird die Jubiläumswiesn nicht mit „Pauken & Trompeten“, einem Standkonzert mit allen am Auszug teilnehmenden Blaskapellen und einem Kinderauszug gefeiert, wie es im Januar 2020 geplant war. Dafür gibt es einen Jubiläumskrug, wie ihn Volksfest-Chefin Christine Aulechner vorstellte. Und die Wiesn beginnt einen Tag eher, am Donnerstag, 7. Juli, mit einer Premiere: der 5. Eva Luginger Schlagernacht. Desweiteren gibt es zwei neue Wirte im Bermuda-Dreieck (siehe Kasten).

Die Volkfestzeitung „Hawedere“, die im Kleinformat auf den Tischen auflag, beschreibe historisch, wie sich das Volksfest entwickelt habe, freute sich Haberl. Großen Anteil hätten die Jells beigetragen, die es mit ihrer Handschrift geprägt und noch einmal ein riesiges Programm zusammengestellt hätten.

Sängerin Eva Luginger erklärte kurz, dass Franz Hofstetter seine Finger im Spiel hatte, dass die Schlagernacht jetzt in Taufkirchen steige und sie unter anderem Andy Borg und Nicki als Gäste gewinnen konnte.

Ausführlich wie immer, stellte Franz Jell sein Festprogramm vor. Der Taufkirchener Volksfestauszug (9. Juli) sei einer „der größten und schönsten weit und breit. Einziges Problem: keine Zuschauer, weil alle mitgehen.“ Wichtig sei ihm gewesen, dass alle Bands, die sie über die Jahrzehnte begleitet hätten, noch mal auftreten. Er nannte Münchner G’schichten (8. Juli), Blechblos’n (12. Juli), Ois Easy (15. Juli), Dolce Vita (16. Juli), die 25 Mal dabei waren, und d’Moosener (9. Juli), mit denen man gemeinsam groß geworden sei.

Ebenso habe man junge Bands gefördert, etwa The Soundscape (13. Juli) oder Tetrapack (14. Juli), „das Beste, was momentan unterwegs ist“. Genauso wichtig seien ihm all die Blaskapellen gewesen, beteuerte Jell. Er nannte noch das 15. Oldtimer- und 5. Vespa-Treffen (10. Juli) und das 4. Dirndl- und Burschentreffen (14. Juli), die viele Nachahmer gefunden hätten. Die Gemeinde-Schafkopfmeisterschaften (10. Juli) jähren sich zum 25. Mal, das Watt-Turnier (17. Juli), gebe es sogar noch länger. Auch ein Jubiläumsabend mit Ehrungen, tollen Gewinnen und Lasershow finde am 11. Juli statt – und ein Höhenfeuerwerk am 13. Juli.

Das Programm steht im Internet auf www.volksfest-taufkirchen.com

Auch interessant

Kommentare