Ingolstadt entlässt Walpurgis - Interims-Nachfolger steht fest

Ingolstadt entlässt Walpurgis - Interims-Nachfolger steht fest
Der Mittelpunkt: Marianne Patra (vorne, M.) freute sich über die Gratulantenschar bestehend aus Tochter Renate, Enkeln, Urenkeln und Vertretern der Gemeinde. 

Marianne Patra 95

Probleme im Leben: „Do hupft ma drüber“

Moosen/Velden Ihren 95. Geburtstag hat Marianne Patra im Seniorenheim St. Vinzenz in Velden gefeiert, wo sie seit 2014 lebt. Humorvoll erzählte die noch sehr rüstige Jubilarin aus ihrem ereignisreichen Leben. Besonders ihre sportlichen Erfolge als Tischtennisspielerin und Leichtathletin gab sie zum Besten. Ihre körperliche Fitness demonstrierte sie mit einer Gymnastikübung zum Erstaunen der Gäste.

Sie stammt aus einer Sportlerfamilie. Ihr Bruder turnte am Hochtrapez, ihr Vater habe noch mit 50 Jahren einen Umschwung am Reck gemacht, sagte sie. Als Vorletzte von sieben Schwestern kam sie als Marianne Wolf zur Welt. Wenn sie mit ihrem Vater und ihren Schwestern gemeinsam Sport trieb, „nannten sie uns nur der Wolf und seine sieben Geißlein“, erzählte sie lachend. Auch den Beweis geistiger Fitness blieb sie den Gästen nicht schuldig und trug selbst verfasste Gedichte auswendig vor. Zu Problemen im Leben meinte sie ganz lapidar: „Do hupft ma drüber.“

Marianne Patra wurde am 21. Juli 1922 in Ansbach geboren. Nach der Schule hatte sie Technische Zeichnerin gelernt und beim Wetterdienst in Dänemark gearbeitet. Dort verdiente sie gut und konnte die Familie finanziell unterstützen. Ihren späteren Mann Herbert Patra, der Lehrer war, lernte sie 1943 im Schwimmbad kennen, schließlich war die junge Marianne im Schwimmverein aktiv. 1945 heirateten sie. Nach ein paar Jahren in Kirchseeon zog die Familie 1950 mit den Kindern Renate und Herbert jun. nach Moosen, wo sie sesshaft wurde und 1972 ein Eigenheim errichtete. Sie zog die Kinder groß und kümmerte sich um das Heim, während ihr Mann als Lehrer, Vorsitzender des Sportvereins und 3. Bürgermeister immer viel unterwegs war. Sohn Herbert, ein guter und leidenschaftlicher Fußballer, verstarb bereits mit 41 Jahren. Im Dezember 1966 hatte die Jubilarin zusammen mit ihrer Tochter einen schweren Verkehrsunfall, bei dem sie das linke Auge verlor und Tochter Renate sich so schwere Verletzungen zuzog, dass sie neun Monate im Krankenhaus lag. Trotz der Schicksalsschläge versprüht die Jubilarin noch viel Lebensmut und freut sich immer über Besuche ihrer fünf Enkel- und vier Urenkel.  red

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