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Informierten den Gemeinderat übers Klinikum (v. l.): Rudolf Dengler (stellvertretende Standortleitung), Geschäftsführer Franz Podechtl, Standortleiter Hermann Schmid und Ärztlicher Direktor Professor Peter Brieger. 

Psychiatrisches Klinikum Taufkirchen hat viel vor 

Neue Leitung, große Pläne, treues Personal

Da waren sich die Gemeinde und das Direktorium des Isar-Amper-Klinikums Taufkirchen einig: Was das Krankenhaus ausmacht, ist die Einstellung der Beschäftigten, die sich in besonders hohem Maße mit der Einrichtung identifizieren. Dies wurde bei der Präsentation im Gemeinderat deutlich.

VON FABIAN HOLZNER

Taufkirchen– Und damit das auch so bleibt, müsse trotz des angespannten Arbeitsmarktes im Bereich der Pflege gekämpft werden, betonte der Ärztliche Direktor Professor Peter Brieger. Seit 1. Januar hat das Klinikum wieder eine Standortleitung, wie Geschäftsführer Franz Podechtl mitteilen konnte. „Taufkirchen hat sich über die Jahre als besonderer Standort ausgezeichnet, schon allein der Größe wegen. Daher braucht es auch eine eigene Organisation“, sagte er.

Bis er 2014 in Ruhestand ging, hatte Professor Matthias Dose die Standortleitung inne. Dann wurde der Aufgabenbereich auf zwei Verantwortliche verteilt. Pflegedirektor Hermann Schmid wird von Rudolf Dengler vertreten. Deren Hauptaufgabe in den nächsten Jahren ist die Planung und Steuerung der Neubauten auf dem Gelände. Der Startschuss dafür soll noch heuer erfolgen, so Podechtl.

Anschließend ging er auf die Finanzen des Klinikums ein. „Durch hohe Nachweispflichten an den Gesetzgeber wird es für uns immer schwerer, Gewinne zu machen und damit unternehmerisch tätig zu sein“, erklärte er dem Gemeinderat. Bei den Bauvorhaben müssten aber 30 Prozent der Kosten vom Klinikum selbst getragen werden. „Dennoch blicken wir optimistisch in die Zukunft, die Neubauten stehen erst Mitte der 2020er Jahre an.“

Weniger Schwierigkeiten hat das psychiatrische Krankenhaus beim Personal. Im Jahresmittel sei es fast gelungen, alle Planstellen bei der Patientenversorgung zu besetzen. Ein wesentlicher Grund dafür ist die hohe Übernahmequote bei den Auszubildenden.

Das nächste Vorhaben ist die Errichtung eines Heims für Menschen mit körperlicher Behinderung auf der Gutswiese an der B 388 in Zusammenarbeit mit der Stiftung Pfennigparade. Über die Bauplanung und die Finanzierung soll erstmals Mitte März verhandelt werden. Das Grundstück soll vom Bezirk bereitgestellt werden, das Taufkirchener Klinikum wird das Heim nach den Vorstellungen der Pfennigparade errichten lassen und ärztlich unterstützen.

Ein weiteres Thema, das Podechtl ansprach, ist die Einrichtung einer psychiatrischen Tagesklinik in Erding, die aus Taufkirchen heraus betrieben werden soll. Im Moment stehe das Genehmigungsverfahren bei der Regierung von Oberbayern aus, so dass frühestens 2020 gebaut werden könne.

Pflegedirektor Hermann Schmid verwies darauf, dass er seit 25 Jahren der Klinik zugehörig ist und die Entwicklung der Forensik maßgeblich begleitet habe. Darüber hinaus ist er Leiter dreier Pflegeschulen. Dass die Schüler auch als solche gesehen werden und nicht als billige Arbeitskraft, sei wichtig, um sie nach drei Jahren Ausbildung auch als Vollkraft einsetzen zu können, erklärte Schmid. Und: „Ich denke, ich bin ganz gut geeignet, die Entwicklung der Klinik weiterhin so prosperierend mitgestalten zu können wie in der Vergangenheit.“

2021 steht das 100. Jubiläum der Klinik an. „Das wollen wir gebührend feiern, um auch unsere Wertschätzung für die lange Tradition des Standorts zu zeigen“, kündigte Podechtl an. Derzeit erarbeitet ein Arbeitskreis das Programm und sucht für eine Chronik Dokumente, Bilder, Anekdoten und Geschichten. Wer leihweise etwas dazu beitragen kann, meldet sich bei Rudolf Dengler unter Tel. (0 80 84) 93 42 59 oder E-Mail an rudolf.dengler@kbo.de.

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