ISAR-AMPER-KLINIK

Psychisch Kranke werden immer noch stigmatisiert

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Taufkirchen – Ein psychische Erkrankung wird in der Gesellschaft immer noch mit Argwohn und Misstrauen gesehen. Das wurde beim bundesweiten „Tag des Patienten“ deutlich, an dem sich auch das Isar-Amper-Klinikum Taufkirchen beteiligt hat.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand laut Mitteilung der Klinik aber ein anderes Thema: Welche Rechte haben Patienten haben und wie können diese wahrgenommen und gegebenenfalls auch durchsetzen werden? „Patientenrechte und Patientenzufriedenheit sind uns wichtig, die wir achten. Patienten und das multiprofessionelle Team arbeiten auf Augenhöhe, die Rechte des Patienten sind entscheidende Eckpfeiler unserer Therapie“ erläutert dazu Evelyn Huber, Beschwerdemanagementbeauftragte des Taufkirchener Klinikum. Mehrere Patienten und Angehörige haben an der Infoveranstaltung teilgenommen, die gemeinsam von Huber, Patientenfürsprecher Josef Birkenseher und Chefarzt Dr. Ralf Marquard gestaltet wurde. Neben Huber ist auch Josef Birkenseher ein wichtiger Ansprechpartner für die Patienten und Angehörigen. Er ist unabhängiger Patientenfürsprecher und versucht zu vermitteln, um Probleme während des Aufenthalts zu lösen.

Chefarzt Dr. Marquard betont, dass Patientenrechte und Patientenzufriedenheit in allen Behandlungskonzepten fest verankert sind. „Beschwerden von Patienten nehmen wir sehr ernst und reagieren sofort darauf. Unser Ziel ist es, alle offenen Fragen zur Zufriedenheit aller zu klären“, so Dr. Marquard.

Die Patienten honorieren diese Anstrengungen der Klinik offenbar, die Ergebnisse der regelmäßig durchgeführten Patientenbefragungen zeigen dies jedenfalls eindrucksvoll. Bei der letzten Patientenbefragung lag die Weiterempfehlungsquote für die Klinik bei 87 Prozent (wir berichteten), damit wurden die Rekordmarken aus den Jahren 2011 und 2007 eingestellt.

Die Patienten und Angehörigen verwiesen in der Diskussion allerdings auf ein gesellschaftliches Problem: Noch immer reagierten Unternehmen, aber auch das soziale Umfeld mit Argwohn und Misstrauen, wenn sich Patienten wegen einer psychischen Diagnose krank melden. „Gegen diese Stigmatisierung müssen wir weiter ankämpfen, psychisch kranke Patienten dürfen nicht noch weiter benachteiligt werden“, betonten Dr. Marquard, Huber und Birkenseher unisono.

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