Klare Worte: Bundestagsabgeordneter Andreas Lenz (stehend) sprach zur B 15 neu und zur Flüchtlingspolitik. Foto: fis

CSU Taufkkirchen

Rechenfehler beim Kreisverband reißt Loch in die Ortskasse

Kritik an der Kassenführung der Kreis-CSU ist auf der Jahreshauptversammlung des Taufkirchener Ortsverbandes aufgekommen. Auslöser war der Kassenbericht von Taufkirchens Schatzmeister Peter Eitzenberger.

Taufkirchen - Bei einem Anfangskontostand von 7040 Euro, Einnahmen in Höhe von 9345 Euro und Ausgaben in Höhe von 11 699 Euro blieb nur ein Endkontostand von 2031 Euro übrig. Eine Rechnung, die eigentlich nicht aufgehen könne, wie Mitglied Georg Rieß feststellte. Die Erklärung: In den letzten Jahren hatte der Kreisverband schlichtweg vergessen, die Kreisumlage von den Ortsverbänden einzuziehen und diese nun nachgefordert. Dazu kommt, dass durch die SEPA-Umstellung einige Mitgliedsbeiträge nicht abgebucht hätten werden können. So sei das Loch in der Kasse des Ortsverbandes noch größer geworden. Bürgermeister Franz Hofstetter ist Stellvertretender Kreisvorsitzender und gab unumwunden zu, dass die fehlerhafte Kassenführung auf Kreisebene durchaus schon für Ärger gesorgt habe und die Schuldigen dafür ausgemacht seien.

Im Anschluss referierte der Bundestagsabgeordnete für den Landkreis Erding, Andreas Lenz, zum Thema Asylbewerber und machte auch einen kleinen Abstecher zum Bundesverkehrswegeplan (BVWP). Er beteuerte erneut, dass man dem Landkreis Erding „nicht alles aufbürden“ könne und eine Lösung auf der raumgeordneten Trasse im Landkreis Mühldorf im Konsens mit den Mühldorfer Kollegen verwirklicht werden müsse. Auch er kritisierte den BVWP, weil nur eine Landshuter Umfahrung im vordringlichen Bedarf eingestuft sei. Für die restliche Strecke nach Rosenheim halte er es für „nicht realistisch“, dass diese in unmittelbarer zeitlicher Nähe verwirklicht werden könne.

Zur Flüchtlingskrise sagte Lenz, dass man sich in der derzeitigen Situation nicht von der Türkei erpressen lassen dürfe. Von Flüchtlingen forderte er, dass diese sich integrieren müssten: „Leute, die zu uns kommen, müssen sich eingliedern und sich an die Regeln des Parlaments und nicht an die Regeln des Propheten halten“, stellte Lenz unmissverständlich klar.

Auf der Tagesordnung stand auch die Wahl der Delegierten und Ersatzdelegierten für die Kreisvertreterversammlung zur Bundestagswahl, die problemlos verliefen.

Die Delegierten sind:

1. Christoph Puschmann, 2. Franz Hofstetter, 3. Bernhard Sinseder, 4. Nicole Schmittner, 5. Peter Zistler, 6. Anneliese Mayer, 7. Anton Schweiger, 8. Thomas Unterreitmaier, 9. Regina Puschmann, 10. Albert Kolbinger, 11. Josef Ganslmaier, 12. Stefan Haberl, 13. Norbert Radeck, 14. Anton Rosenberger, 15. Peter Nöscher, 16. Christine Schick, 17. Ingeborg Held, 18. Johannes Bachmayr, 19. Peter Eitzenberger, 20. Adelheid Holme, 21. Karin Bauer, 22. Patrizia Maier, 23. Andreas Schäffner, 24. Johann Huber, 25. Gaby Loicht, 26. Rolf-Dieter Josef, 27. Katrin Haberl.

Tobi Fischbeck

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