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Abschied in den Ruhestand: Auch Bürgermeister Franz Hofstetter war Schüler bei Anneliese Weger. 

Grundschule Moosen

Rote Rosen für Anneliese Weger

Ein Musterzeugnis hat Anneliese Weger für ihr 40-jähriges Wirken an der Grundschule Moosen bekommen.

Von Fabian Holzner

Moosen – Zu ihrer Verabschiedung in der Schulturnhalle kamen viele Ehrengästen, Schüler und Eltern. Die besondere Überraschung: Auch Schüler der ersten Klasse, die 1976 von der damaligen Referendarin unterrichtet wurden, machten der beliebten Pädagogin die Aufwartung. In fünf Fächern wurde die seit drei Monaten pensionierte Schulleiterin „benotet“. Dabei bekam sie in allen „Fächern“ die Höchstwertung, drei Rosen. Von ihren Schülern erhielt Weger zusätzlich sogar fünf Rosen.

Den Anfang machte der neue Schulleiter Erwin Hausmann, der Wegers Leitung des Lehrerkollegiums bewertete. Er bedankte sich für die Rückendeckung, auf die man sich habe verlassen können und die vielen erteilten Ratschläge. Die Benotung für die Zusammenarbeit mit den Eltern übernahm Doreen Laubsch vom Elternbeirat. Sie schätzte an Weger vor allem die „Ruhe und Gelassenheit in einer immer hektischer werdenden Zeit“ und überreichte dafür drei Rosen. Uli Haider, der für den Förderverein sprach, war 1977 selbst Schüler von Anneliese Weger und zollte ihr Respekt, die „Meute“ von damals 34 Kindern in einer Klasse „gebändigt“ zu haben. Der Verein, der beispielsweise Eltern bei den Kosten für einen Schullandheimaufenthalt unterstützt, wurde 2012 auf Initiative von Weger gegründet.

Ein weiterer ehemaliger Schüler war Bürgermeister Franz Hofstetter. Er umriss Wegers Wirken, die gemeinsam mit der Gemeinde die Schulhauserweiterung in die Wege leitete, den Pausenhof erneuerte und die Ganztagesbetreuung in Moosen einführte. Das Schulamt Erding wurde von Schulrat Robert Leiter vertreten. Er hob die auf Wegers Ansinnen hin gestaltete, identitätsspendende Schulverfassung hervor.

Der gelungene Abend war im wesentlichen auch ein Verdienst der Erst- bis Viertklässler der Schule, die die Grußworte der Ehrengäste mit vielen Liedern, Tänzen und Einlagen umrahmten. „40 Johr war sie in da Schui, ja mia war des sauba zvui“, reimten sie in Gstanzeln. Für Heiterkeit sorgten auch die aufgeführten „Aufgaben einer Lehrerin“. Demnach hat Weger ihren Schützlingen nicht nur Lesen und Schreiben beigebracht, ebenso war sie Krankenschwester, Schuhbänderbinderin, Flaschenöffnerin, Ersatzmama und Ersatzoma.

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