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Urig geht es zu auf der Bühne in Gebensbach. Die Theatergruppe des Trachtenvereins führt derzeit die Bauernkomödie „Krach um Jolanthe“ von August Hinrichs auf.

Theater in Gebensbach

Sau Jolanthe und der Krach mit dem Finanzamt

Was für ein Theater um 73 Mark Steuernachzahlung und um eine Sau: Die Theatergruppe des Trachtenvereins d’Vilstaler Gebensbach spielt derzeit die Bauernkomödie „Krach um Jolanthe“ von August Hinrichs.

Von Fabian Holzner

Gebensbach – Am Wochenende fand im Vereinsheim die Premiere statt. Im Mittelpunkt der Handlung steht die Bauerstochter Anni Luibl, ausdauernd gespielt von Stefanie Irl. Fast durchgehend steht sie während der drei Akte der Bauernkomödie von August Hinrichs auf der Bühne. Dabei versucht sie ihren Vater, den Schweinebauern Jakob (Christian Purainer) in seinem Streit mit dem Finanzamt zu besänftigen. Dieser hat ein Schwein „schwarz“ verkauft, nun weigert er sich, die Steuer nachzuzahlen. Außerdem wird Anni vom derben Jungbauern Wastl (Stefan Liebl) und vom Dorfschullehrer Meindl (Andreas Aigner), umworben.

Letzterer hilft dem Luibl-Bauern nur all zu gerne bei dessen Protestbriefen zur Steuereinschätzung. Schließlich kann er sein Schreibtalent nicht nur dazu nutzen, Einspruch gegen die Pfändung der Sau Jolanthe zu erheben. Sondern er nutzt die Gelegenheit, der Bauerstochter ein selbst verfasstes Liebesgedicht zuzustecken. Dass der Lehrer dabei jeden Tag bei den Luibls „umanandatanzt“, treibt auch den Jungbauern Wastl zu häufigen Besuchen. Als es dann zur Versteigerung der Sau Jolanthe kommt, hält das ganze Dorf zusammen. Niemand bietet, deshalb soll das gepfändete Tier in die Stadt gebracht werden, um dort unter den Hammer zu kommen. Während die Bauern in der Luiblstube mit Schnaps auf ihren Sieg über die Behörden anstoßen, ist der Lehrer Meindl empört, dass die „Amtshandlung zu einem Gaudium“ geworden ist.

Die Sau Jolanthe wird bis zum nächsten Tag im Spritzenhaus der Feuerwehr untergebracht. Am nächsten Morgen wird beim Luiblbauern schon um fünf Uhr geschlachtet, kurz darauf berichtet der Lehrer, dass ins Feuerwehrhaus eingebrochen wurde, „die Sau ist weg“. Was offensichtlich scheint, wird wieder durch den Zusammenhalt im Dorf zu einer Zerreißprobe für die Nerven des Dorfgendarms. Wie der Dorflehrer daran verzweifelt, selbst verdächtigt zu werden, die Dorfgemeinschaft die eigene Bauernschläue feiert und Bauerstochter Anni schließlich für eine ungeahnte Wendung sorgt, wird noch mal am Freitag, 10. März und am Samstag, 11. März, jeweils um 20 Uhr im Vereinsheim in Gebensbach gezeigt. Kartenvorbestellung bei Mooshofer’s Küchen, Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr unter Tel. (0 80 84) 82 50.

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