Kurt Empl: Der Gemeinderat sprach für die Schützen.
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Kurt Empl: Der Gemeinderat sprach für die Schützen.

Nicht mehr zeitgemäß

Moosener Schützen bauen neue Schießstände

Jetzt ist Eigeninitiative gefragt.

Taufkirchen – Die Schützengesellschaft Moosen möchte ihre bestehenden Schießstände in ihrer Vereinsgaststätte modernisieren und acht elektronische Schießanlagen einbauen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 49 000 Euro. Der Verein stellte bei der Gemeinde Taufkirchen einen Antrag auf Zuschuss, der vom Gemeinderat einstimmig gewährt wurde.

Laut gemeindlicher Sportförderrichtlinien beträgt der Zuschuss 15 Prozent der Kosten, maximal 7346 Euro, erklärte Verwaltungsleiter Martin Bauer im Gremium. Die FW hakte bei den 200 angesetzten Arbeitsstunden nach, die mit 20,63 Euro pro Stunde, also insgesamt mit 4126 Euro angesetzt wurden. Das seien die neuen Richtlinien, die es schon seit vergangenem Jahr gebe, antwortete Pressesprecherin Renate Bauer. Sie gab zu, dass sie „relativ hoch“ seien im Vergleich zu früher, als die Arbeitsstunde bei 13 Euro lag.

Kurt Empl (EiMo) meldete sich in seiner Funktion als Mitglied des Schützenvereins zu Wort. Der Stand sei vor 25 Jahren das letzte Mal saniert und umgebaut worden. Er sei damals der neueste und modernste gewesen, mittlerweile aber einer der ältesten in der Region. Der Stand müsse auch um eine Anlage reduziert werden. „Wir haben sehr viele Jugendliche, die schießen und die nachfragen, wann sie nicht mehr auf Seilständen schließen müssen.“

„Das zahlen wir gerne und werden es 2021 miteinplanen“, sagte Bürgermeister Stefan Haberl (CSU) und betonte, es sei mittlerweile einfach zeitgemäßer, auf elektronischen Ständen zu schießen.

Christian Aigner (FW) warf ein, dass es sich bei der Vereinsgaststätte um ein privates Gebäude handle und laut Fördergrundlage die Einrichtung für eine gewisse Zeit bestehen müsse. Oft würden die Pachtverträge noch 20 Jahre laufen. Er wollte wissen, ob dies hier auch so sei. Bauer erklärte ihm, dass aktuell noch ein Pachtvertrag laufe, der neue noch nicht abgeschlossen sei. Sie erläuterte zudem, dass laut Zweckbindung sich der Zuwendungsempfänger verpflichte, den erhaltenen Zuschuss anteilsmäßig an die Gemeinde zurückzuzahlen, wenn innerhalb von 25 Jahren nach Fertigstellung der Baumaßnahme die erstellte Anlage zweckentfremdet oder veräußert werde. Dies sei bei allen Zuschüssen von den Vereinen zu unterschreiben.

In der Beschlussvorlage stand auch der Passus, dass die Auszahlung nach Abschluss der Maßnahme mit Vorlage eines Verwendungszwecks erfolge. Und dass der Zuschuss im Haushaltsjahr 2021 ausbezahlt werde – vorausgesetzt, dass es die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde Taufkirchen zulasse.

Birgit Lang

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