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Gemeindewerke Taufkirchen

Schwarze Zahlen ab 2020

Die Gemeindewerke Taufkirchen wollen schon bald schwarze Zahlen schreiben. Das Kommunalunternehmen will weiter kräftig investieren.

Von Birgit Lang

Taufkirchen – Die Gemeindewerke haben am Dienstagabend im Gemeinderat über die wirtschaftliche Situation berichtet. Christoph Ruthner. Geschäftsführer der Stadtwerke Erding und der Gemeindewerke Taufkirchen, stellte die Eckdaten dar und gab eine äußerst positive Prognose ab: „Bald werden wir die schwarzen Zahlen in Angriff nehmen können.“ Angepeilt sei dies Ende des Jahrzehnts.

124 000 Euro wurden im Berichtsjahr 2016 investiert, 114 000 Euro davon in die Verteilungsanlagen, 10 000 für die Betriebs- und Geschäftsausstattung. 2015 waren es noch 202 210 Euro. Mit der Investition in die Verdichtung wolle man die Wärme zu möglichst vielen Liegenschaften transportieren, erklärte Ruthner. Die Abschreibungen seien langsamer gewachsen. Dafür habe sich der Jahresfehlbetrag aber 2016 sehr positiv entwickelt und lag nur noch bei 48 561 Euro (Vorjahr 107 346 Euro). „Wir haben deutlich mehr Strom und Gas verkauft“, sagte Ruthner. Der Umsatzerlös lag 2015 bei 2,15 Millionen Euro (2,4 Millionen Euro). Dies lag auch an den deutlich mehr Kunden, die die Gemeindewerke durch den erhöhten Personaleinsatz und das Kundenbüro vor Ort akquirieren konnten.

Im Gegensatz zu Anbietern aus dem Internet setze man auf persönliche Kundenbetreuung, betonte der Geschäftsführer. Die Neugewinnung von über 300 Kunden führte Ruthner zudem auf Werbemaßnahmen zurück, die man durchgeführt habe. Die Anzahl der Stromkunden stieg von 1365 auf 1545 Haushalte, die verkaufte Strommenge von 9226 auf 10 .165 Megawatt. Bei der Fernwärme konnten sieben Neukunden und insgesamt 100 Kunden verzeichnet werden. Die Fernwärmeabgabe erhöhte sich von 5594 Kilowattstunden auf 6327 Kilowattstunden. Erstmals wurde 2016 auch Gas verkauft. Die an die 38 Neukunden verkaufte Gasmenge betrug 336 Megawatt.

Die Umsatzerlöse im Fernwärmebereich bezifferte Ruthner auf 537 000 Euro und im Strombereich auf 1,826 Millionen Euro. Der Erlös bei Gas betrug 12 000 Euro. Die Verbindlichkeiten konnten von rund 4,49 Millionen Euro auf etwa 3,97 Millionen Euro gesenkt werden. 2016 erfolgte eine Einlage von den Gesellschaftern in Höhe von 100 000 Euro, die es auch in den Folgejahren geben werde „bis wir ein positives Ergebnis erzielen“. Mit dieser Kapitalerhöhung wolle man die Investitionen und die Abschreibungsverluste ausgleichen und sich „ein Polster schaffen“, führte der Geschäftsführer aus und meinte: „Wir sind auf einem guten Weg. Es ist Licht am Ende des Tunnels.“

Sehr positiv fiel auch seine Prognose für das Jahr 2017 aus. Die Jahresabgabe im Fernwärmebereich werde rund 5900 Megawattstunden und im Strombereich bei etwa 9400 Megawattstunden liegen. Im Gasbereich erwarte er erstmals etwa 2700 Megawattstunden. Das Kundenwachstum werde sich nachhaltiger entwickeln. Die Umsatzerlöse schätzte Ruthner 2017 auf 2,62 Millionen Euro. In den Ausbau des Fernwärmenetzes sollen im gesamten Netzgebiet 144 000 Euro investiert werden.

CSU-Rätin Anneliese Maier fragte, ob E-Tankstellen für Autos und E-Bikes in der Gemeinde geplant seien. „Wenn wir die E-Mobilität unterstützen wollen, müssen wir auch eine E-Tankstelle bieten“, meinte sie. Dies sei auch eine Frage der Wirtschaftlichkeit, antwortete Ruthner. Bürgermeister Franz Hofstetter sagte, dass die Gemeinde am Waldbad eine derartige Einrichtung installieren wolle.

Rubriklistenbild: © dpa

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