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Die Dorfgemeinschaft hat vorbildlich zusammengeholfen: Nach dem Zug mit den Vereinen, Musik und Politikern von der Kirche zum Bürgerhaus stellten sich alle für ein Erinnerungsfoto auf.

Einweihung Bürgerhaus Hofkirchen

Sechs Vereine unter einem Dach

Einen neuen Treffpunkt gibt es in Unterhofkirchen. Mit einer feierlichen Segnung und einem Festakt ist das Gemeinschaftsprojekt Bürgerhaus seiner Bestimmung übergeben worden. Erfreulich war der Blick auf die Kostenseite.

Unterhofkirchen Das ganze Wochenende ist in Unterhofkirchen gefeiert worden. Die Segnung des neuen Bürgerhauses „Alte Schule“war der krönende Abschluss einer vorbildhaften Baumaßnahme.

Michael Kronseder, einer aus dem dreiköpfigen Organisationsteam, konnte bei seiner Ansprache erfreuliche Zahlen nennen. Die ursprünglich geschätzten Baukosten von 860 000 Euro wurden deutlich unterschritten. Durch die großartige Eigenleistung von bis dato 6800 erfassten Stunden kostete das Gemeinschaftswerk bis zur Fertigstellung „nur“ 750 000 Euro. Unter anderem wurden an Spenden 65 000 Euro eingenommen, von den Vereine Eigenmittel in Höhe von 25 000 Euro beigesteuert. Noch seien 80 000 Euro zu finanzieren, die sicherlich gestemmt werden könnten.

Kronseder dankte den vielen Helfern, vor allem den Familien von Gottfried Schraufsteller und Martin Weber. Die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins hatten nicht nur die Außenanlagen wunderschön geschmückt, sondern zusammen mit der Wirtsfamilie Hans und Martina Deliano während der Bauphase für die Verpflegung der Helfer gesorgt, die Firmen Bichlmaier, sowie die Brauerei Taufkirchen und der Erdinger Weißbräu für die Getränke. Und bei der benachbarten Feuerwehr konnten die Garage benutzt sowie so manches Werkzeug unkompliziert ausgeliehen werden.

Kronseder erinnerte an die Entstehungsgeschichte, die Planung und die Umsetzung des Baus. „Wir haben versucht, den Bedürfnissen von allen gerecht zu werden. Ich glaube, es ist ein wunderbares Bürgerhaus geworden.“ Gleichzeitig lud er alle Einheimischen sowie Neubürger ein, die Angebote im Haus einmal auszuprobieren, die es bei den beiden Schützenvereinen, beim Krieger- und Soldatenverein, beim Obst- und Gartenbauverein, beim Theaterverein und beim Tischkegelverein gebe. Am Tag der Segnung wurde basteln und spielen für die Kinder angeboten, sowie Führungen durch das Haus. Auch den Schießstand konnten Interessierte begutachten.

Pater Paul hatte nach dem kurzweiligen Dankgottesdienst ohne Predigt die Segnung des Bürgerhauses vorgenommen und Kronseder alle Anwesenden zum Essen eingeladen. „Tief beeindruckt“, zeigte sich Landrat Martin Bayerstorfer von dem „was da Hervorragendes entstanden ist. Ich bin begeistert.“ Er freute sich, dass er das Projekt im Rahmen der Sport- und Kulturforderung mit 69 000 Euro von Seiten des Landkreises bezuschussen konnte. Es sei von den Finanzmitteln her die „größte und bedeutendste Maßnahme“, die bis dato so gefördert worden sei. Allen, die am Bau des neuen Bürgerhauses beteiligt waren, zollte er „Respekt und höchste Anerkennung“. Für ihn sei es der „Wahnsinn“, dass sechs Vereine unter einem Dach ein solches Vorhaben umsetzen konnten. Dass diese Vereine gemeinsam schwierige Entscheidungen treffen und so zusammenhalten, sei was „Einmaliges im Landkreis“. Es sei wichtig, solche Treffpunkte zu schaffen, um auch die Jungen am Ort zu halten, ihnen was bieten zu können.

Bürgermeister Franz Hofstetter wünschte allen, „dass ihr euch weiterhin so gut versteht und den Mittelpunkt von Hofkirchen noch über viele Generationen bildet“. Taufkirchens Bürgermeister fand es wichtig, in Zeiten der Globalisierung „Räume für die Gemeinschaft zu schaffen“, ob in der Kirche, in der Familie oder im Verein. „Wir brauchen und unterstützen einander“, dafür sei dieses Haus geschaffen worden. Die Gemeinde, die die Maßnahme mit 400 000 Euro mitfinanziert hat, stehe immer hinter den Vereinen, versprach er. Vom Bayerischen Sportschützenbund gab es 90 000 Euro. Stellvertretend überbrachte Gauschützenmeister Georg Schatz seine Grüße. Nun hätten die engagierten Schützen des Oberen Vilstals auch tolle Trainingsbedingungen, meinte er. Schade fand er nur, dass vom Schützenbezirk Oberbayern trotz Einladung keine Vertreter gekommen waren.

Birgit Lang

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