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Die Hunde müssen eine circa 200 Meter lange Rennstrecke in bezwingen.

Hunderennen in Grossköchlham

Sieg durch „Doping mit Weihwasser“

Die Bitte um schönes Wetter beim Gottesdienst vor dem 41. Hunderennen in Großköchlham hat geholfen. Ob Pater Paul auch um den Sieg seiner Labrador-Hündin gebeten hat – wer weiß. Auf alle Fälle schnellte die eineinhalb-jährige Bella in ihrer Sechsergruppe souverän als erste ins Ziel.

Von Birgit Lang

Großköchlham – Mag sein, dass der Fußball, den Taufkirchens Pfarrer als Lockmittel in die Höhe warf, vom rund 200 Meter entfernten Start gut zu sehen war. Vielleicht lag es auch daran, dass er am Vortag schon mit ihr auf der Rennstrecke geübt hatte. Oder war es doch „Doping mit Weihwasser“, wie Moderator Korbinian Gruber gewohnt unterhaltsam via Mikrofon vermutete. Wie auch immer, das Spektakel am gestrigen Pfingstmontag war bei herrlichem Wetter und richtig guter Stimmung bestens besucht. Zwischen 2500 und 3000 Gästen kamen ins kleine Großköchlham. Dass die Hundebesitzer von Andechs, Bad Reichenhall, München, Seehaupt und Traunstein anreisten, spricht für sich.

Biergärten waren beim Stöckl, also dem Hof der Familie Hattensperger, und neben der Rennwiese aufgebaut. Für den reibungslosen Ablauf des Rennens, die Bewirtung und den Parkplatzdienst sorgten rund 100 Freiwillige, davon viele Mitglieder des Schützenvereins Großköchlham, der unter Federführung von Martin Weber das Rennen wieder ausgerichtet hat.

Gestartet wurde wie immer in drei Größen, klein, mittel und groß, wobei von den insgesamt 117 Hunden die mittleren mit 58 die stärkste Fraktion ausmachten. Vom spanischen Straßenhund über den Mini Australien Shephard bis zum Cavalier King Charles Spanier waren wieder unterschiedlichste Rassehunde, aber auch „Stiangglanterbazis“, sprich Mischlinge vertreten. Jutta Jakob aus Adlkofen und Rainer Petz aus Reicheneibach bei Gangkofen kamen mit ihren fünf Spitzen im Alter zwischen neun Monaten und zehn Jahren. „Die Hunde sollen ja was lernen, wie man sich benimmt, auch bei vielen Leuten und bei Lautsprecher-Durchsagen.“

Devise lautet „Dabeisein ist alles“

Auch die wunderschöne weiße Schäferhündin Cheyenne, schon als der „weiße Blitz“ bezeichnet, war wieder mit Frauchen Marika Scherer aus Grafing bei Ebersberg angereist. Sie hat in den Vorjahren schon drei Mal gewonnen. Maxi und Resi, zwei Zwergrauhaardackel aus Erding kamen mit Frauchen Alexandrea und Nicoletta Rademacher sowie Herrchen Alexander Rademacher. Dabei sein ist alles, lautet ihre Devise.

Auch Keksi, Fonsi, Sotch und viele andere Hunde dackelten, wetzten und rasten die Rennstrecke mehr oder weniger zielstrebig von ihren Kisten den Berg hinauf zu ihren Besitzern hoch. Angelockt von Quietschenten, Wiener Würstl und lautem Gebrüll.

Die Zuschauer hatten es sich am Rennfeldrand auf Klappstühlen oder Decken, stehend, sitzend und liegend unter schattigen Bäumen, Schirmen und Hütten oder in der prallen Sonne bequem eingerichtet, um die teils lustigen Orientierungsprobleme, aber auch die sportlichen Leistungen so manchen Teilnehmers zu beobachten. Spaß war garantiert.

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