Wo sind sie? Stefan, Kevin und Fabian auf Pokémonsuche. Vale Vorbuchner (l.) sieht keinen Sinn darin. Foto: Lang

Jugend im Spielfieber

Mit dem Smartphone auf Pokémon-Jagd

Taufkirchen – Überall sieht man Jugendliche derzeit in Gruppen mit gesenktem Haupt oder mit dem Rad unterwegs, die Köpfe ständig auf das Smartphone gerichtet. Sogar schon in den frühen Morgenstunden, sind sie unterwegs. Das Pokémon-Go-Virus ist ausgebrochen.

Die Jugendlichen, meistens Burschen, sind auf der Jagd nach den Zeichentrickfiguren, die sich überall in der Gegend versteckt haben. Es gibt Pokémon-Stops und Pokémon-Arenen, etwa beim Taufkirchener Kreisel, in der Erdinger Innenstadt oder am Veldener Marktplatz sind diese Treffs, wo man oft auf Gleichgesinnte stößt. „Wir laufen den ganzen Tag rum und suchen Pokémons“, sagt Kevin aus Taufkirchen. Zusammen mit seinen beiden 16-jährigen Freunden Stefan und Fabian war er am Freitagabend auf dem Taufkirchener Volksfest. In der Pause stürmten die drei sofort nach draußen zur Pokémon-Jagd.

„Ich bin gestern zehn Kilometer gelaufen“, sagt Kevin ganz stolz. Das neue Spiel habe viele Vorteile, sagen die drei und zählen sie gleich auf. „Wir sind viele Stunden im Freien, an der frischen Luft“, meint Kevin. „Man bewegt sich und es bringt die Leute zusammen, man kann sich über Pokémon unterhalten“, argumentiert Stefan. Das Spiel Pokémon-Go kann kostenlos geladen werden. Natürlich sei es auch nicht ganz ungefährlich, wenn man die ganze Zeit auf’s Handy schaut, meint Fabian. Vor allem, wenn man auf dem Radl auf die Suche geht. „Das geht zwar schneller, weil man mehr Kilometer abdecken kann“, aber es soll schon Unfälle gegeben haben, hat er gehört. Sinn und Zweck der Suche sei es, möglichst viele Pokémons zu finden. Mit ihnen könne man kämpfen, sie aber auch weiter entwickeln. Je mehr man habe, desto stärker werde man.

„Aha“, denkt sich da die ältere Generation und zieht die Stirn kraus. Auch Vorstandsvorsitzender Vale Vorbuchner zeigte sich interessiert, die Spielregeln und den Sinn der ganzen Sache konnte er aber auch nicht recht nachvollziehen.  mel

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