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Scharfe Töne: Staatsminister Markus Söder dirigiert die Holzland Blaskapelle.

Politik beim Starkbierfest

Söder: Für die Obergrenze, gegen den Doppelpass

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Einen viel beklatschten Auftritt legte der Bayerische Finanz- und Heimatminister Markus Söder (CSU) in Taufkirchen hin. Der politische Nachmittag war der Abschluss eines gelungenen Starkbierfests, das von der BSG Taufkirchen veranstaltet worden war.

Taufkirchen – Bei seiner Begrüßung schnitt der CSU-Kreisvorsitzende, Landrat Martin Bayerstorfer kurz einige aktuelle Themen an, wie Finanzen und Zuwanderung, die Söder dann auch gleich aufgriff. Zunächst aber machte er augenzwinkernd auf einen protokollarischen Fehler aufmerksam, war er doch mit dem Bayerischen Defiliermarsch hereingespielt worden. „Der ist ausschließlich dem Bayerischen Ministerpräsidenten vorbehalten“, meinte Söder grinsend. „Aber ich komme damit emotional zurecht.“

„Bayern ist das Leistungsherz des Landes“, stellte der Minister heraus und ging auf die allgemeine finanzielle Situation in Deutschland ein, ehe er das Thema Zuwanderung aufgriff. Eine Welle von einer Million Flüchtlingen sei über Deutschland hereingebrochen. „Alles kam über Bayern“, stellte er klar. „Wir haben die größte Hilfsaktion gemacht, die es je gegeben hat.“ Unmissverständlich plädierte Söder für eine Obergrenze: „Wir helfen anderen gerne, aber wir können nicht alle Sorgen dieser Welt lösen.“ Klar positionierte sich der Minister gegen eine schwarz-grüne Koalition, „denn wer abends mit Kretschmann ins Bett geht, wacht morgens neben Hofreiter auf“.

Auch auf die Türkei ging der Heimatminister ein. Erdogan könne gerne seinen Wahlkampf in der Türkei machen, „aber nicht bei uns in Deutschland“. Der türkische Staatspräsident beschimpfe Deutschland, wolle aber Wirtschaftshilfe. Er beschimpfe die EU, wolle aber mit seinem Land Mitglied werden. „Wir sollten dieses irrige Kapitel endlich beenden“, forderte er unter großem Applaus. Er sprach sich auch strikt gegen die doppelte Staatsbürgerschaft aus und forderte: „Wer bei uns bleiben will, der muss sich integrieren – und er muss unsere Sprache lernen.“ Ebenso müssten sich Zuwanderer, die in Deutschland bleiben wollen, „unseren Werten, Sitten und Gebräuchen anpassen“. Zum Abschluss erklärte Söder: „Ich äußere, was ich denke, und ich mache, was ich sage“, ehe er sich über den minutenlangen Beifall sichtlich freute.

Nach dem Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde Taufkirchen durfte er noch die Holzland Blaskapelle dirigieren. Die spielte „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“. Und nicht nochmal den Bayerischen Defiliermarsch.

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