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Das geplante Gewerbe-Mischgebiet beginnt nach dem Friedhof, im Vordergrund der Parkplatz, und reicht bis hinter Solching West. 

Bauausschuss Taufkirchen

Solching West soll Gewerbestandort werden

Groß soll es werden, das neue, geplante Misch- und Gewerbegebiet Solching West. Nicht alle sind von dem Vorhaben überzeugt.

Von Birgit Lang

Taufkirchen – Der Bauausschuss des Taufkirchener Gemeinderats hat Einwände aus einer öffentlichen Auslegung für das Misch- und Gewerbegebiet Solching West und die dafür notwendige 64. Änderung des Flächennutzungsplanes behandelt. Unter anderem wurde der große Flächenverbrauch moniert. Neun alternative Standorte waren im Vorfeld geprüft und abgelehnt worden, erklärte Gemeindemitarbeiter Herbert Mayerthaler bei der Abwägung. Das große Areal soll für die nächsten 15 Jahre ausreichend Flächen für Gewerbetreibende schaffen, argumentierte er. Denn Taufkirchen wolle nicht nur als Wohnstandort wachsen, sondern auch den Gewerbeausbau und das Arbeitsplatzwachstum vorantreiben. Das Gebiet soll in Stufen entwickelt werden und habe eine ideale Verkehrsanbindung an die B 15, so Mayerthaler.

Nachdem alle Bedenken und Anregungen abgearbeitet waren, sollte der Gemeinderat in der anschließenden Sitzung den Feststellungsbeschluss fassen. Verwaltungsleiter Konrad Karbaumer fasste nochmal für alle zusammen. Das Gebiet gliedere sich

Anwohner macht seinem Ärger Luft

vom Friedhof weg in ein Gewerbegebiet, dann eine Mischgebietsfläche und die bebaute Fläche Solching West. Als nächstes gebe es eine Zäsur, einen Grünstreifen, dann komme wieder eine Gewerbegebietsfläche, ein weiterer Grünstreifen entlang des Polzhamer Bächleins und schließlich ein landwirtschaftliches Gehöft mit einer Ausweisung als Mischgebietsfläche, gefolgt von einem Grünstreifen und einer Gewerbefläche. „Insgesamt sind es neun Hektar Gewerbeflächen, 6,3 Hektar gemischte Bauflächen, 0,2 Hektar Verkehrsflächen und 2,1 Hektar Grünflächen. Das Gebiet umfasst damit eine Fläche von 17,6 Hektar, wobei drei Hektar bereits als Mischflächen bebaut sind.“

Kaum hatte das Gremium die Änderung des Flächennutzungsplanes beschlossen, echauffierte sich ein Anlieger. „So geht das nicht weiter. Das ist ja Betrug, was ihr da macht“, schimpfte er und forderte, dass sein Grund aus der Planung herausgenommen werden müsse. Bürgermeister Franz Hofstetter ermahnte ihn, Besucher einer Gemeinderatsitzung dürften ohne Erlaubnis nicht das Wort ergreifen. Er verwahrte sich gegen den Vorwurf, dass alle Betrüger seien.

Karbaumer versuchte den Anlieger zu beruhigen: „Es geht heute nur um den Aufstellungsbeschluss. Es gibt noch keinen Bebauungsplanentwurf.“ Dann fuhr er fort im Prozedere, schlug vor, den Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München mit der Aufstellung des Bebauungsplans zu beauftragen und betonte, der Flächennutzungsplan sei ein vorbereitender Bauleitplan und schaffe noch kein Baurecht. Erst wenn der Bebauungsplan entwickelt sei, würden die genaue Erschließung, die Parzellierung und weitere Fragen geklärt. Begründung für das neue Misch-Gewerbegebiet sei, dass hier schon eine Bebauung mit einigem Gewicht vorliege, dass die Lage flach und damit topografisch gut geeignet und ein guter Erschließungseffekt durch die B 15 gegeben sei.

Angst vor Lärm durch Logistikunternehmen

Der Anlieger erklärte nach der Sitzung auf Nachfrage des Dorfener Anzeigers, dass er nichts gegen eine Bebauung seines Grundstückes durch ein Handelsunternehmen aus dem Agrarbereich habe, wohl aber gegen ein Logistikunternehmen. Denn hier müsste er mit seiner Familie Tag und Nacht unter Lärm und anderen Belästigungen leiden. Bürgermeister Hofstetter sagte, es lägen keine konkrete Anfragen für ein solches Unternehmen vor.

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