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Mit Ecken und Kanten: Bebauungsplan „Mitterfeld II“.

Bebauungsplan für Moosen

Startschuss für neues Wohnbaugebiet

In Moosen soll ein neues Wohnbaugebiet entstehen. Die Nachfrage ist jetzt schon sehr groß. Bevor es aber an die Vergabe gehen kann, müssen zuerst die Zufahrten für die Landwirte zu ihren Grundstücken gesichert und außerdem das Einheimischen-Modell überarbeitet werden.

Taufkirchen/Moosen Das Wohnbaugebiet „Mitterfeld II“ soll entlang einer Ringstraße beidseitig auf 24 Parzellen mit Einfamilienhäusern bebaut werden. Architekt Alexander Groh hat dem Taufkirchener Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Planung vorgestellt. „Dazu ist kein Wendehammer nötig. Es ist eine sehr effektive Erschließung“, erklärte der Planer. Die Dichte sei wie bei der Siedlung auf der anderen Seite der Kreisstraße. Es handle sich um eine exponierte Lage, die an die bestehende, niedrige Bebauung anschließe. Deshalb soll ein bisschen mehr Abstand gewahrt werden.

Die Wandhöhe der E+D- oder E1-Häuser soll zwischen 4,20 und 4,50 Meter betragen. Auch entlang der Straße im Westen und Süden sollen die Häuser niedriger sein, weil es sich um eine Ortsrandbebauung handle. „Sie sollen nicht zu hoch und nicht zu wuchtig bauen an den Randgrundstücken“, betonte Groh. Möglich seien aber eingeschossige Anbauten, beispielsweise als Wintergarten mit Balkon oder Terrasse darauf. „Das ist eine schöne Sache und eine Wohnaufwertung.“ Innerhalb des Wohnbaugebiets seien „klassische Stockhäuser“, also Erdgeschoss, volles Obergeschoss und Dachgeschoss, möglich. Da sich am südlichen Rand von „Mitterfeld II“ eine Hochdruckgasleitung befindet, müsse auch dort ein bestimmter Bebauungsabstand sowie die Befahrbarkeit gesichert sein. Zudem seien ein Regenrückhaltebecken und ein Spielplatz im nordwestlichen Bereich vorgesehen.

Wie es mit Schallbaumaßnahmen für die Häuser entlang der Kreisstraße aussehe, fragte Gemeinderat Martin Huber (REP). Für die untersten drei Häuser seien bestimmte Außenbauteile in Abstimmung und auf Empfehlung des Landratsamtes festgesetzt worden, antwortete Groh. Sichergestellt sein müsse des Weiteren, dass es für Schlafräume oder Kinderzimmer auf der entsprechenden Seite als Alternative zu offenen Fenstern beispielsweise eine Lüftung gebe, damit auch dort Schallschutz bestehe. „Das ist leicht zu erfüllen, und es ist schon ein Abstand zur Straße da“, meinte der Dorfener Planer.

Ob das Baugebiet auch ans Fernwärmenetz angeschlossen werde, wollte Rat Korbinian Empl (FW) wissen. Daran könnten die nahen Biogasbetreiber Interesse haben, meinte er. Bis dato habe es dazu noch keine Überlegungen gegeben, antwortete Bürgermeister Franz Hofstetter (CSU).

Die Lage des Spielplatzes missfiel Alois Maier (WGW). „Er liegt direkt an der Kreisstraße. Er wäre am anderen Eck viel gescheiter“, schlug er vor. Groh hielt dagegen, dass dadurch ein ganzer Bauplatz verloren gehe. Durch entsprechende Bepflanzungen könnte eine Barriere zur Straße geschaffen werden. Außerdem bestehe beim geplanten Standort ein „relativ großer Abstand zur Wohnhausbebauung und zur Kreisstraße“. Das habe den Vorteil, dass Beschwerden wegen des Kinderlärms, zu denen es immer wieder in anderen Siedlungen komme, kaum zu befürchten seien.

Dass die Landwirte über die Ringstraße ihre Felder anfahren sollen, hielt Kurt Empl (Einigkeit Moosen) für problematisch, vor allem, wenn dort Autos parken würden. Außerdem würden sie „auch den ganzen Schmutz in die Ringstraße“ reinbringen. Er schlug darum vor, eine weitere Zufahrt auf der Südseite zu errichten. Die geplante Straßenbreite von sechs Meter sei ausreichend, auch wenn dort ein Auto stehe, entgegnete Groh. Eine weitere Straße zu bauen, sei mit Kosten verbunden. Für Huber war es ausgeschlossen, dass die Landwirte durch die Siedlung zu ihren Feldern fahren müssen. „Das wäre fatal und der Ärger vorprogrammiert.“ Es sei ja die Straße eines Bauern vorhanden, die man als Zufahrt nutzen könne: „Ich sehe das Problem nicht so groß. Wir finden eine Lösung.“ Auch Bürgermeister Hofstetter meinte, dass die Zufahrt über die Föhrenstraße genutzt werden könnte oder dass man für die vielen kleinen Grundstücke, um die es geht, eine Flurbereinigung durchführen sollte. Kurt Empl warf ein, dass es auf der Föhrenstraße nur eine Spritzdecke gebe, „die wird bald aufgearbeitet sein“. Der Bürgermeister erinnerte daran, dass die Gemeinde die Föhrenstraße ausbauen wollte, aber kein Interesse dafür bestanden habe. Es müsse nochmal geprüft werden, wie die kleinen Grundstücke am besten erschlossen werden können, südlich oder östlich, betonte er.

Sepp Fanger (Einigkeit Moosen) verstand nicht, warum die Häuser nach Osten kleiner gebaut werden sollen. „Ich könnte mir vorstellen, dass es einmal nach Osten weiter gehen könnte“ mit der Bebauung. Worauf das Gremium beschloss, nur die westlichen und südlichen Häuser 11 bis 13 auf E+1 zu beschränken. Bei einer möglichen Erweiterung der Siedlung in Richtung Osten könnte auch die bestehende Ulmenstraße genutzt werden, warf Korbinian Empl noch ein. Schließlich wurde der Beschluss für das Verfahren gefasst, das Büro Anger & Groh mit dem Entwurf beauftragt und die öffentliche Auslegung angeordnet.

Birgit Lang

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