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Es gibt wieder Lesestoff: Barbara Sinseder und Büchereileiterin Brita Schild (v. l.) freuen sich, ihre Büchereimitglieder wieder persönlich bedienen zu können.

Bücherei Taufkirchen

Corona hat die Leselust nicht gedämpft

Vor der Eingangstür stehen voller Vorfreude schon die großen und kleinen Leser. Endlich hat die Taufkirchener Bücherei wieder geöffnet. Auch das Team um Brita Schild ist froh, dass das Warten ein Ende hat.

VON BIRGIT LANG

Taufkirchen – Seit vergangenem Dienstag dürfen Lesebegeisterte wieder Bücher, CDs, DVDs oder Zeitschriften abholen und die ausgeliehenen Medien zurückbringen. Manche Kinder liefern gleich stapelweise Bücher ab. „Wir haben natürlich ein paar neue Regeln, aber sonst läuft alles wie bisher“, sagt Büchereileiterin Schild, die hinter einer Schutzwand sitzt, um die Ausleihen und Rückgaben im Computer zu registrieren. Schon am Eingang ist zu lesen, dass Maskenpflicht herrscht, und auch ein Spender mit Desinfektionsmittel steht auf einem kleinen Tischchen bereit.

Maximal zehn Leser dürfen gleichzeitig die Bücherei betreten, und sie sollen ihren Besuch so kurz wie möglich halten. Daran halten sich alle diszipliniert, auch wenn es mit dem Besuch mitunter etwas länger dauert. Ist es doch zu spannend, endlich wieder in den Regalen und auf den Tischen nach Lesestoff zu stöbern. Schild bittet die Leser auch, nur mit einer Person pro Haushalt einzutreten. Aber das ist nicht immer so leicht, denn vor allem die kleineren Kinder haben meistens ein Elternteil dabei. Familien können deshalb einen eigenen Termin per E-Mail oder Telefon ausmachen, informiert Schild, die sich mit ihren Mitstreitern über die vielen treuen Mitglieder freut.

Acht Wochen lang hatte die Bücherei coronabedingt geschlossen. „Aber wir konnten unseren Lesern zum Glück die Onleihe anbieten, die sich von 638 Ausleihen im Januar auf 1069 im April ordentlich gesteigert hat“, erzählt sie. Während der Schließzeit hat die findige Büchereileiterin zudem einen kostenlosen Probemonat angeboten, der von 28 Lesern genutzt wurde, von denen inzwischen zehn zahlende Mitglieder geworden seien. Ebenso waren viele Ausleihverlängerungen zu tätigen. „Ganz dringende Fälle an mangelndem Lesestoff haben wir während der Schließzeit nach telefonischer oder E-Mail-Anfrage durch eine kontaktlose Übergabe im Vorraum der Bücherei behoben“, erzählt sie.

Die Zeit wurde auch genutzt, um die komplette Bücherei neu zu sortieren. Ladenhüter wurden rausgeworfen, aktuelle Bücher eingekauft. Hier sei sie vor allem von ihrer ehrenamtlichen Mitarbeiterin Barbara Sinseder unterstützt worden. Dennoch gibt es ein paar Wermutstropfen. „Die Lesestunden müssen wir vorerst leider aussetzen.“ Auch der Bücherflohmarkt, der jedes Jahr beim Adlberger Markt durchgeführt wird, fällt ins Wasser. Und ob die Bücherei wieder am Ferienprogramm teilnehmen kann, steht auch noch in den Sternen. Die Gemeinde hat dieses wegen Corona vorerst aufgeschoben.

Ausrangierte Bücher können sich Interessierte am Eingang der Bücherei für einen kleinen Obolus abholen. Geöffnet ist sonntags von 9.30 bis 11.45 Uhr, dienstags von 8 bis 10.30 Uhr, mittwochs von 14.30 bis 16.30 Uhr und donnerstags von 17.30 bis 19 Uhr.

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