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Gut besucht war die Bürgerversammung in Geislbach, in der Gerhard Bachmaier (2. v. l.) und sein Bruder Thomas (r.) ihrem Ärger über den Schulbus Luft machten.

„Da muss sich schon was tun“

Bürger verärgert: Eine Stunde im Schulbus für 7,5 Kilometer

Die Schulbusse aus Taufkirchen brauchen offenbar eine Stunde für eine 7,5 Kilometer lange Strecke. Dafür haben die Bürger kein Verständnis und die Verantwortlichen keine Lösung.

GeislbachFür viele Familien in Wambach und Geislbach ist es seit Jahren ein Ärgernis: die langen Fahrzeiten des Schulbusses aus Taufkirchen nach Hause. In der Bürgerversammlung im Gasthaus Forster in Geislbach sprachen bei Bürger das Problem an.

Landwirt Thomas Bachmaier bezog sich in seiner Wortmeldung in Anwesenheit von Landrat Martin Bayerstorfer auf den geplanten Ausbau des ÖPNV in der Gemeinde Taufkirchen, den Bürgermeister Franz Hofstetter zuvor betont hatte. Bachmaier beschwerte sich darüber, dass der Schulbus von Taufkirchen nach Wambach 55 Minuten und bis zum Nachbarort Geislbach eine ganze Stunde unterwegs sei. „Da muss sich schon was tun“, forderte er. Die Strecke ist 7,5 Kilometer lang.

Schulbussyteme Taufkirchens und Dorfens vernetzt

Es werde jedes Jahr schlechter. Der Bus fahre durch das halbe Holzland, erklärte Bachmaier: „Da wird von ÖPNV geredet und wir bringen es nicht mal fertig, dass die Kinder eher heimkommen.“ Er habe das Therma schon vor Jahren angesprochen, „aber das interessiert keinen“. Gerhard Bachmaier pflichtete seinem Bruder bei und erinnerte: „Das ist ein altes Thema. Ich hab es schon mal angesprochen.“

Hofstetter erklärte, dass das Schulbussystem Taufkirchens mit dem von Dorfen vernetzt sei – egal, ob für Grund-, Mittel-, Realschule oder Gymnasium. Es werde jedes Jahr neu auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt, weil jedes Jahr die Kinder von woanders herkämen.

Unterstützung gegen Biber

Gerhard Bachmaier fiel Hofstetter ins Wort und erklärte, dass nach Moosen und Hohenpolding zwei Linien am Tag fahren würden, einmal vormittags und einmal nachmittags. Dem widersprach der Bürgermeister. Alle Kinder in 30 Minuten von daheim zur Schule zu fahren, werde man nie schaffen, auch wenn das System von den Busunternehmen mit den Gemeinden jedes Jahr neu ausgetüftelt werde.

„Ich bin vor 40 Jahren in die Schule gekommen. Da war es auch so, dass ich als Erster eingestiegen und als Letzter ausgestiegen bin. Wenn man die Runde mal umdrehen würde, wär das schon ein wahnsinniger Fortschritt“, konterte Gerhard Bachmaier. Hofstetter gab zu, dass es kompliziert sei, man sich aber noch mal hinsetzen könne, um das System von den Abläufen her zu überdenken. „Wir schauen gerne nochmal nach, dass wir möglichst kurze Fahrzeiten hinbringen.“ Hofstetter betonte, es wäre gut, wenn das gesamte Bussystem über den ÖPNV laufen würde.

Thomas Bachmaier bat auch um Unterstützung im Kampf gegen Schäden durch den Biber. Wichtig sei zudem, dass der Suldinger Bach heuer wieder geräumt werde. „Kriegt ihr“, versprach der Bürgermeister. Wenn Biber geschossen werden sollen, brauche es aber eine Genehmigung. Hier müsse man den Biberbeauftragten des Landkreises kontaktieren. BIRGIT LANG

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