Miteinander für Taufkirchen: Bürgermeister Stefan Haberl (M.) mit seinen Stellvertretern Christoph Puschmann (l.) und Manfred Slawny. 
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Miteinander für Taufkirchen: Bürgermeister Stefan Haberl (M.) mit seinen Stellvertretern Christoph Puschmann (l.) und Manfred Slawny. 

Gemeinderat

Das erste Taufkirchener Bürgermeister-Trio ist komplett

Erstmals hat Taufkirchen drei Bürgermeister. Stefan Haberl wird unterstützt von Christoph Puschmann und Manfred Slawny.

Taufkirchen – Die zwei Stellvertreter von Taufkirchens Bürgermeister Stefan Haberl (CSU) stehen fest. Vize-Bürgermeister ist weiterhin Christoph Puschmann (CSU). Manfred Slawny (SPD) macht das Trio komplett – eine Neuerung: Der vorige Bürgermeister Franz Hofstetter war noch mit einem Vertreter ausgekommen. Haberl gratulierte den beiden Gewählten in der zweiten Gemeinderatssitzung der Wahlperiode und erklärte, dass er sich auf eine „fruchtbare, konstruktive Zusammenarbeit“ freue. In diesem Ergebnis spiegle sich auch der Wählerwille wider.

Puschmann vereinte in einem ersten Wahlgang 16 Stimmen auf sich, Slawny acht und Korbinian Empl (FW) eine. In der zweiten Runde setzte sich Slawny mit 18:7 Stimmen gegen AfD-Rat Martin Huber durch. Für die geheime Wahl hatte die Verwaltung vier Kabinen im Bürgersaal aufgebaut.

Das Gremium hatte sich in der vorangegangenen konstituierenden Sitzung aufgrund der gewachsenen Gemeinde für zwei weitere Bürgermeister entschieden. Den Vorschlag zur Wahl von Puschmann unterbreitete am Dienstag Haberl selbst. Der Parteifreund sei seit 2002 Gemeinderat und mit über 5100 Stimmen in seine vierte Amtsperiode eingezogen. Er lobte ihn als engagierten und angesehen Kollegen. Zudem sei er bereits zwölf Jahre als Kulturreferent tätig und habe sein Amt als Vize-Bürgermeister stets gewissenhaft und loyal ausgeübt.

SPD-Rat Bernd Friedrich brachte Slawny als Kandidaten ins Spiel. Er habe regen Zuspruch aus der Wählerschaft erfahren, sei ein erfahrener Kommunalpolitiker und treffe als Vereinsreferent sowie Vorsitzender des SC Moosen viele Bevölkerungsschichten. Slawny selbst würdigte Puschmanns hervorragende Arbeit als Vize-Bürgermeister. Für seine Person spreche, dass er bei der Stichwahl gegen Haberl 46,6 Prozent der Stimmen erhalten habe. Ihm sei wichtig, dass Taufkirchen für die kommenden Jahre in der Spitze breit aufgestellt sei. Es könne als Vertreter der Landbevölkerung und als Bindeglied für andere Gruppierungen fungieren, meinte der Genosse.

Ihm sei es eine Ehre, vom ersten Bürgermeister vorgeschlagen worden zu sein, erklärte Puschmanna. Für Slawny und ihn spreche die langjährige Erfahrung. Es habe ihm die vergangenen sechs Jahr sehr viel Spaß gemacht, den Bürgermeister mit Loyalität, Verantwortung und der nötigen Demut zu vertreten. Wichtig sei ihm, für den 24-köpfigen Gemeinderat und den neuen Bürgermeister Konstanz zu bieten – gerade auch im Hinblick auf kommende schwierige Aufgaben in puncto Finanzen und wirtschaftlicher Machbarkeit. „Für mich gibt es nur ein Miteinander, kein Gegeneinander zum Wohl der Bürgerschaft und Gemeinde“, erklärte Puschmann.

Bei der Wahl zum dritten Bürgermeister wurde Slawny wieder von Friedrich vorgeschlagen und Huber von seinem Parteikollegen Peter Attenhauser. „Ich bin froh, dass Parteipolitik im Gemeinderat keine Rolle spielt“, betonte Huber. Er verfüge über 30-jährige Erfahrung im Gremium, die er gerne einbringen würde. Gerne würde er „mitspielen und für alle Bürger da sein“. Ihm wäre es „eine besondere Ehre und eine Herausforderung“, dieses Amt ausüben zu dürfen. Enttäuscht wie beim ersten Wahlgang Slawny nahm er schließlich sein Ergebnis an.

Dann vereidigte der Bürgermeister Slawny in seinem neuen Amt, bei Puschmann war dies nicht nötig, weil er wiedergewählt wurde.

Birgit Lang

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