Einzelfotos mit Maske. Lehrer und Rektor: Jeder Absolvent hatte seinen großen Moment vor Publikum. 
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Einzelfotos mit Maske. Lehrer und Rektor: Jeder Absolvent hatte seinen großen Moment vor Publikum. 

Abschlussfeier

Feier-Marathon in drei Runden: So wurden die Taufkirchener Mittelschüler ins Leben entlassen

  • vonTimo Aichele
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Würdiger Rahmen: Die Mittelschule Taufkirchen hat 129 Absolventen  mit einem Mega-Festakt im Bürgersaal verabschiedet.

Taufkirchen – „Nicht darüber jammern, was nicht geht, sondern aus der Situation das Bestmögliche herausholen“, das war das inoffizielle Motto der Entlassfeier der Mittelschule Taufkirchen. In drei Durchgängen verabschiedete die Schulfamilie am Donnerstag trotz strenger und gewissenhaft umgesetzter Hygieneauflagen zwei neunte und zwei zehnte Abschlussklassen, insgesamt 129 Absolventen, im Bürgersaal im Beisein ihrer Familien in würdigem Rahmen.

Das war nicht zuletzt das Verdienst von Rektor Adolf Geier, der mit tatkräftiger Unterstützung des Lehrerkollegiums und Klassenelternsprechern die Feier geplant hatte. Gleich zu Beginn gestand er, dass ihn der Anblick der versammelten Schüler, Familien und Lehrer „hoch emotional“ stimme, denn: „Es war lange Zeit überhaupt nicht absehbar, dass wir heuer so etwas noch auf die Beine stellen können.“

Beglückwünscht wurden die Abschlussschüler in allen drei Runden auch von Taufkirchens Bürgermeister Stefan Haberl. Metaphernreich sprach er von einem neuen Weg. Dieser könne „gerade, auf ein Ziel gerichtet, oder verschlungen“ sein, „asphaltiert oder holprig“. Umwege oder Sackgassen könne man nicht ausschließen. Irgendwann aber, soll „die berufliche Perspektive gefunden sein, die Sie sich wünschen, die Sie begeistert, für die Sie brennen“.

Eine besondere Wertschätzung sprach Haberl Schülern, Eltern und Lehrern für das wochenlange Erarbeiten des Lernstoffs ohne Präsenzunterricht aus: „Wir alle in der Vilsgemeinde sind unglaublich stolz auf Sie, dass Sie das mit Bravour geschafft haben. Ihr habt euch nicht unterkriegen lassen“. Die Übergabe der Zeugnisse und das gemeinsame Foto der einzelnen Absolventen mit Geier und den jeweiligen Klassenlehrern fand mit Mund-Nasen-Bedeckung statt.

Besonders hervorgehoben wurden anschließend die Leistungen der Jahrgangsbesten. Veronika Irl beendete die M 10 mit einem Notendurchschnitt von 1,22, Fabian Aigner mit 1,44, Elisabeth Bachmaier und Saskia Glasl mit 1,67. Herausragende Ergebnisse beim Quali erreichten Thomas Holzner und Anton Huber, bei beiden steht eine 1,8 im Zeugnis. Knapp dahinter platzierten sich Luis Mückl und David Pietrzykowski mit 2,0 sowie Philipp Hofer mit 2,1.

Daneben wurde auch das soziale Engagement vieler Absolventen gewürdigt. Förderlehrer Robert Ackermann dankte vier Schülern aus der neunten und 19 aus der zehnten Jahrgangsstufe mit Urkunden und Gutscheinen. Sie waren als Tutor, Streitschlichter, Schulsanitäter, Pausenordner, in der SMV oder anderweitig für die Schulgemeinschaft aktiv. Ein weiterer besonderer Dank ging an die ausscheidende Elternbeiratsvorsitzende Claudia Potocnik, an das Hausmeisterehepaar Lydia und Georg Ruhstorfer, das seit 20 Jahren für Ordnung in und um die Schule sorgt, sowie an Karin Eichhorn, die 13 Jahre lang die Mittagsbetreuung im Mehrgenerationenhaus übernahm.

Von den Schülern selbst dargebotene Live-Musik zur Umrahmung konnte man aufgrund der Auflagen nicht einbauen. Stattdessen einigten sich die Klassen auf Musikstücke, die zwischen den Ansprachen eingespielt wurden. Rektor Geier zitierte mehrfach Textzeilen und wünschte sich mit den „Toten Hosen“ ein „Hoffentlich sehen wir uns irgendwann mal wieder“ oder entließ nach Andreas Bourani seine Schüler mit „Ein Hoch auf das, was vor euch liegt“ in ihre Zukunft.

Fabian Holzner

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