Bebauungsplan missachtet

Gemeinde lässt Bauwerber abblitzen

Eine deutliche Abfuhr erteilten die Räte des Grundstücks- und Bauausschusses dem Antragsteller von zwei Projekten am Brunnholzring. Es war nicht das erste Mal, dass es mit dem Antragsteller Ärger gab.

Taufkirchen –Dabei ging es in einem Fall um den Neubau einer Halle für Mietgaragen und im anderen um den Neubau einer Heizzentrale mit Holztrocknung und Arbeiterwohnung. Bei beiden Vorhaben ist der Taufkirchener Gemeindebürger weit vom rechtskräftigen Bebauungsplan „Gewerbegebiet an der Reckenbacher Straße“ abgewichen (wir berichteten). Im Fall der Mietgaragen wurde das Bauvorhaben deshalb sogar vom Erdinger Landratsamt eingestellt. Hier ist er mit dem Baukörper zu weit nach Süden gerutscht. Die ausgewiesene Grünfläche mit einer Breite von fünf Metern hat er einen Meter überbaut. Diesen verloren gegangenen Grünstreifen wollte er im westlichen Anschluss des Gebäudes ersatzweise errichten.

Die Nachbarn hatte er bei seinem Antrag nicht beteiligt, und diese erteilten auch ihre Unterschrift nicht, was dem Gremium für die Entscheidung wichtig gewesen war. Beim Ortstermin vor der Sitzung verbat sich der Bauherr sogar, dass einer dieser Nachbarn seinen Grund betrete. Denn er hatte sich beschwert, dass durch die Halle weniger Licht in seine eigenen Produktionsräume falle. Beim Gebäude für die Heizzentrale und der Arbeiterwohnung hatte der Antragssteller unter anderem die Baugrenze nach Norden auf einer Länge von 18 Metern und einer Breite von 1,50 Metern überschritten. Der hier betroffene Nachbar verweigerte ebenfalls seine Zustimmung.

Weil es um eine ganze Litanei von Befreiungen bei beiden Vorhaben ging und sich die Räte nicht nur in der vorangegangenen Sitzung, sondern schon mehrfach über die Vorgehensweise des Gewerbetreibenden geärgert hatten, wurde beiden Anträgen nicht zugestimmt und das gemeindliche Einvernehmen nicht erteilt.  Birgit Lang

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