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Im September soll der Umbau im Gemeindekindergarten beginnen. Dann soll auch ein Waldkindergarten entstehen. Symbolbild.

Erweiterung der bestehenden Einrichtung

Neuer Waldkindergarten für Taufkirchen

Das Kinderbetreuungsangebot in Taufkirchen soll steigen: Geplant wird ein Waldkindergarten. Zudem soll auch die bestehende Einrichtung der Gemeinde eine neue Mensa bekommen.

Taufkirchen – Mit dem Waldkindergarten möchte Taufkirchens Bürgermeister Franz Hofstetter ein neues Angebot schaffen – aber keine Konkurrenz zum Oase-Naturkindergarten. Über den aktuellen Stand der Planung wurde der Gemeinderat von ihm, Verwaltungsleiter Martin Bauer und Architekt Elmar Nitzl informiert.

Angegliedert sei er am Gemeindekindergarten an der Fichtenstraße, dort könne von den Kindern auch das Mittagessen und eine Anschlussbetreuung genutzt werden. Mit dem Personal wurde bereits im Vorfeld viel diskutiert und alles gut überlegt, jetzt gehe es an die Umsetzung.

Um die Jahrtausendwende habe es am Gemeindekindergarten einen Anbau gegeben, den man nun aufstocken wolle. Mit dem Bauherrn und dem Architekten fanden Gespräche statt, auch von Elternseite gab es konkrete Interessensbekundungen, so der Bürgermeister. „Wollen wir das?“, fragte er den Gemeinderat und bat Bauer um weitere Erklärungen.

Vier Tage würden die Kinder in einem Waldgrundstück nahe der Siedlung am Zieglfeld verbringen, erklärte der Verwaltungsleiter den organisatorischen Rahmen, einen Tag seien sie im Gemeindekindergarten an der Fichtenstraße. An diesem Tag könne eine andere Gruppe hinaus gehen. Im Wald hätten die Kinder einen Unterstand, wo sie ihre Brotzeit einnehmen könnten, aber keine Hütte oder Bauwagen. Bei heftigem Regen oder Schnee könne die Waldgruppe die neue Mensa im Kindergarten an der Fichtenstraße als Schutzraum nutzen. Sie soll im Erdgeschoss des Altbaus entstehen.

Im Neubau würde im ersten Obergeschoss die Gruppe einziehen, die jetzt in der künftigen Mensa untergebracht sei. Momentan würden die Kinder im Personalraum essen, mit der Baumaßnahme und der Mensa würde sich alles entzerren, so Bauer.

Im September würde man mit dem Umbau beginnen, den der Verpächter übernehme. Im Stellenplan 2020 seien schon entsprechende Stellen belegt. Auch seien gegenseitige Vertretungen künftig besser zu realisieren. CSU-Rat Stefan Haberl fand den Waldkindergarten eine „wunderbare Ergänzung“ für das vielfältige Angebot an Kinderbetreuungen.

Ob der Oase-Naturkindergarten keine zweite Gruppe eröffnen könnte, wollte AfD-Rat Peter Attenhauser wissen. „Das wäre für uns das Günstigste und ein Top-Angebot für die Kinder.“ Hofstetter erklärte ihm, dass dies bereits diskutiert wurde, der Oase-Verein aber keine weitere Gruppe stemmen könne. Außerdem könnten die Kinder bei dem neuen Angebot länger betreut werden.

„Wir sind erst sehr vage im Gespräch“, verriet Architekt Nitzl. Der Bestandsbau habe keine Betondecke, also müsse man sie erst freilegen, am besten in der Ferienzeit. Man werde wohl einen Holzmassivbau errichten und das möglichst schnell, damit alles wieder in Betrieb gehen könne. Das müsse aber noch alles abgestimmt werden. „Wir hatten unsere Kinder im Oase-Naturkindergarten“, sagte FW-Rat Christian Aigner und betonte, dieser sei von der Kapazität nicht groß erweiterbar. „Dass der Oase-Kindergarten keine Konkurrenz kriegt, ist mir wichtig.“ Wenn die Nachfrage für das spezielle Angebot da sei, sei er dafür. Allerdings habe er noch eine Anregung für den Bauherrn: Eine „ordentliche Schmutzschleuse“, denn die Kinder schauten, wenn sie zurückkommen, nicht mehr so aus wie sie losgegangen seien. Oder gleich eine „Waschstraße“, scherzte CSU-Rat Christoph Puschmann. Eine Sicherheitsbegehung sollte man im Waldgrundstück vorher noch machen, empfahl FW-Rat Korbinian Empl. Und CSU-Rat Alois Maier meinte: „Das Einzige, was für uns mehr wird, ist die Pacht.“ Am Ende beschloss das Gremium, das Vorhaben umzusetzen.

Birgit Lang

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