Seit 40 Jahren ist Marianne Maier die gute Seele der KAB Taufkirchen. Für ihr Engagement überreichte ihr Ortsvorsitzender Wolfgang Lorenz die Rote Ehrennadel.

KAB auf Konfrontationskurs

Auf ein erfolgreiches Jahr kann die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) zurückblicken – auch wenn finanziell der Schuh drückt.

Taufkirchen – Der christliche Sozialverband habe mit seinem Programm zahlreiche Menschen für gesellschaftliche und ökologische Themen ansprechen können, schreibt Kreisvorsitzender Rainer Forster in einer Pressemitteilung. Konkret seien in 59 Veranstaltungen 3236 Teilnehmer gezählt worden. Sachlicher Dialog, kritisches Hinterfragen und das Vertreten eigener Standpunkte zeichneten die Bildungsarbeit der KAB aus. Diesem Anspruch wolle man treu bleiben.

Auch das neue Format „Gemeinsam is(s)t man besser“ erfahre immer mehr Zulauf, schreibt Forster. Zuletzt seien 140 Interessierte ins Gasthaus Häring nach Hubenstein gekommen. Beim gemeinsamen Essen lernten sich Christen aus verschiedenen Pfarreien kennen und hörten Biografien von Menschen, die auf unterschiedlichste Weise zum Glauben gefunden hätten.

Während diese Veranstaltungen meist kostenneutral seien, „steigen die Kosten für die Rechtsberatung, die Geschäftsstellen und das festangestellte Personal“, so Forster. Eine mögliche Anhebung der Mitgliedsbeiträge führte zur Diskussion. Aktuell liegt der Jahresbeitrag bei 34,20 Euro. Davon verblieben 4,50 Euro in der Ortskasse, der Rest gehe an die übergeordneten Stellen. Ab Januar soll der Beitrag auf 43 Euro steigen und davon 5,10 Euro in der Ortskasse bleiben.

Die Anwesenden lehnten eine Erhöhung einstimmig ab, allerdings hat diese auf Bundes- und Diözesanebene bereits eine Mehrheit gefunden. Bis Weihnachten wollen die Ortsgruppen überlegen, wie sie sich künftig organisieren wollen. Eine denkbar schlechte Option wäre für Forster, den andiskutierten Ausstieg zu vollziehen. So ginge den Mitgliedern nicht nur die Arbeits- und Sozialrechtsberatung verloren, auch die politische Einflussnahme der KAB wäre mit immer weniger Mitglieder geschwächt.  red

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