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Jetzt wird’s konkret (vorne, v.l.): Architekt Hagen Pohl, Bürgermeister Fr anz Hofstetter und Ingenieur Dirk Hartisch mit (hinten, v. l.) Bademeister Ralf Altscher, Waldbadreferenten Nicole Schmittner und Alois Maier, Sachbearbeiterin Verena Held und Verwaltungsleiter Martin Bauer.

Auftrag an Fachplaner

Lehrschwimmbecken am Waldbad: Im Herbst 2021 könnte Baubeginn sein 

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Das Lehrschwimmbecken am Waldbad ist für viele Taufkirchener ein wichtiges Thema. Nun hat die Gemeinde die Fachplaner verpflichtet. 

Taufkirchen – Das Projekt Lehrschwimmbecken am Taufkirchener Waldbad ist wieder einen Schritt weiter. Bürgermeister Franz Hofstetter stellte gestern bei einer Pressekonferenz die frisch beauftragten Fachplaner vor. Angepeilt wird ein Baubeginn im Herbst 2021. Jetzt beginne eine Zeit der Diskussionen und der vertiefenden Planung für das vor einem Jahr auf 4,5 Millionen Euro geschätzte Bauvorhaben.

Die Gemeinde geht von etwa 50 Prozent Förderung aus. „Die Machbarkeit ist nur aufgrund der hohen Zuschüsse gegeben“, erklärte Hofstetter. Das öffentliche Geld fließt für die Nutzung als Lehrschwimmbecken. Dennoch könne der neue Bau auch der Öffentlichkeit geöffnet werden, erläuterte Waldbad-Betriebsleiter Ralf Altscher. Zusätzlich zum schulischen Schwimmunterricht am Vormittag und Gruppenstunden am Nachmittag seien werktags öffentliches Frühschwimmen sowie Öffnungszeiten am Abend und am Wochenende denkbar.

Laut Verwaltungsleiter Martin Bauer ist die Förderung – solange die Gemeinde sich an die Vorgaben hält – bereits gesichert. „Die Schulklassen müssen Absichtserklärungen abgeben“, erklärte Bauer. Das Einzugsgebiet seien neben Taufkirchen auch Wartenberg, das Holzland und Velden. „Wir haben dafür die schulaufsichtliche Genehmigung“, erläuterte Bauer, das sei die Vorstufe zur Förderzusage. Angesichts der überhitzten Baukonjunktur und noch grundlegenden offenen Planungsfragen ist unklar, ob die Kostenschätzung Bestand hat.

Offen ist unter anderem die genaue Situierung auf dem Waldbad-Gelände. Die Gemeinde hatte 2019 eine Skizze öffentlich gemacht, wonach das neue Hallenbad südlich zwischen Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken angeordnet ist.

„Die Synergien zwischen Hallenbad und Freibad sind nicht so zwingend, dass der Standort schon wirklich feststeht“, erklärte der Tiroler Architekt Hagen Pohl, dessen Büro seit 1992 öffentliche Badeanlagen plant. Unter anderem ist eine getrennte Wasseraufbereitung denkbar. Bei nur einer Anlage könne es sonst passieren, dass Frei- und Hallenbad eventuell nicht gleichzeitig betrieben werden könnten, erläuterte Ingenieur Dirk Hartisch vom Ingenieurbüro Möller + Meyer, das auf die technische Gebäudeausrüstung von Schwimmbädern und Eissporthallen spezialisiert ist. Gerade habe man ein Projekt im Olympiabad in München ab- und auch das Fresch in Freising abgeschlossen, berichtete Hartisch.

Die Zufahrt der Parkplätze und der Zugang zum neuen Gebäude mit einem 25-Meter-Becken mit fünf Bahnen seien ebenfalls wichtige Faktoren für den genauen Standort, erklärte Architekt Pohl. Die endgültige Entscheidung werde ohnehin der künftige Gemeinderat treffen, sagte Hofstetter, der noch bis Anfang im Mai im Amt ist.

„Wir haben den Schul-Schwimmsport im Fokus“, erklärte Altscher. Der Bedarf sei groß, „weil wir mittendrin sind in einem Loch, wo nichts vorhanden ist“ – zwischen Erding, Landshut, Mühldorf und Haag. „Die Schulen stehen voll hinter uns“, erklärte Waldbadreferentin Nicole Schmittner zum großen Bedarf. Und ihr Referentenkollege Alois Maier betonte: „Das Thema ist besonders dringlich, weil mehr als die Hälfte der Elfjährigen nicht mehr sicher schwimmen kann, also 200 Meter in 15 Minuten.“

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