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Mit Kennerblick spazierten die Besucher durch die Ausstellung. 

„Wir sind noch lange nicht fertig“

Modelleisenbahn-Ausstellung: Kostbare Raritäten und leuchtende Männeraugen

Bestens besucht war die erste Ausstellung der Eisenbahn- und Modellbahnfreunde Taufkirchen seit langem.

Taufkirchen – Bestens besucht war die erste Ausstellung der Eisenbahn- und Modellbahnfreunde Taufkirchen seit langem. Dabei präsentierten die Enthusiasten in ihrem neuen Vereinsheim an der Landshuter Straße nicht nur ihre Eisenbahnmodellanlage in Spurweite H0 vor. Die Reaktionen der Besucher reichten von faszinierten Kinderaugen bis hin zu kennerhaften Blicken erwachsener Modelbahn-Fans.

Zu entdecken gab es zum Beispiel einen Bauernhof, in dessen Stall sich ein Häschen bewegte. Das Anwesen wurde neben einer Bahnstrecke aufgebaut, wie sie in den 1960er Jahren zwischen Taufkirchen und Velden existiert hat.

Tageszeitabhängige Beleuchtung

Ein Augenmerk lag auf der vorbildgetreuen Gestaltung. Dokumente und Fotos aus dieser Zeit dienten den Mitgliedern als Vorlage für ihre Modellanlage und wurden auch auf Pinnwänden gezeigt. Neu war auch, dass sich die Beleuchtung der Tageszeit anpasste und am späten Nachmittag die winzigen Lichter bis in die Miniaturschrebergärten zu leuchten begannen. Zwei Elektroniker des Vereins haben sich um die Lichteffekte gekümmert.

Eine Vielzahl von Lokomotiv-Modellen im Maßstab N bis zur Spur I rundeten die Ausstellung ab, viele davon Leihgaben. Darunter waren kostbare Raritäten wie die Saxonia oder ein Modell des ersten Adlers, der von Nürnberg nach Fürth fuhr. „Bei dem roten Kittl-Dampftriebwagen sind schnell mal 2000 Euro beinand“, meinte Vorsitzender Rudi Meindl. Auch einen kleinen Flohmarkt für Eisenbahnteile und Zubehör hatten die Vereinsmitglieder aufgebaut. Wer Lust hatte, konnte im gemütlichen Aufenthaltsraum bei Kaffee und Kuchen noch Fachgespräche mit Gleichgesinnten führen.

Auf der Suche nach Nachwuchs

Der Erlös werde wieder voll in die Anlage investiert, erklärte der Vorsitzende. „Wir sind noch lange nicht fertig.“ Es sei noch ein Güter- und Personenbahnhof geplant. Auch ein Bahnhof mit Märklin-Gleisen soll entstehen. Jedes Mitglied bringe sich ein. Der eine kümmere sich um den Landschaftsbau, der andere um die Steuerung, wieder einer um Züge und verschiedene Lokomotiven.

Gut 40 Mitglieder habe der 1989 gegründete Verein aktuell, das Durchschnittsalter liege bei über 40 Jahren. Deshalb suche man händeringend Nachwuchs. Es wäre sehr schade, wenn die gesammelten Modelle, Gleislandschaften und anderen Exponate nicht von jüngeren Mitgliedern weitergepflegt würden, erklärten Vorsitzender Meindl und Schriftführer Manfred Sigel. Die nächste Ausstellung ist im Herbst geplant. 

Birgit Lang

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