Franz Hofstetterwill noch mehr ambulante Pflege und medizinische Betreuung.
+
Franz Hofstetterwill noch mehr ambulante Pflege und medizinische Betreuung.

Hilfe für die Seele auch auf dem Land

Franz Hofstetter wünscht sich künftig einen Pflegestützpunkt in Erding, unklar ist wo eine solche Einrichtung errichtet werden soll.

Taufkirchen„Wir wollen mit der Psychiatrie mehr in die Fläche gehen.“ Dies kündigt Bezirkstat Franz Hofstetter (CSU) an. Neben der Tagesklinik in Freising soll deshalb auch eine in Erding entstehen, damit die Betroffenen nicht immer bis nach Taufkirchen fahren müssen. „Am besten wäre das Klinikum, aber dort gibt es ein Platzproblem. Also sind wir derzeit auf der Suche nach Räumlichkeiten. Da sind wir ganz konkret dran.“ Zugleich kündigte der Taufkirchener Bürgermeister an, „dass wir uns aus den Zentren nicht zurückziehen wollen.“

Der bereits eingerichtete Krisendienst, an den sich Menschen in psychisch akuten Notlagen telefonisch wenden können, sei ein Erfolg. „Wir wollten, dass das rund um die Uhr, Tag und Nacht, an 365 Tage angeboten wird.“

Für den Landkreis Erding wünscht sich Hofstetter einen Pflegestützpunkt, den Bezirk und Landkreis betreiben. „Wir wollen das nächstes Jahr gemeinsam mit den Pflege- und Krankenkassen realisieren, weil seit 1. März und tatsächlich ab 1. Januar 2019 der Bezirk auch für ambulante Pflege zuständig ist.“

Dabei möchte Hofstetter auch mit einer kompetenten fachlichen Beratung vor Ort sein – „damit man als Angehöriger eines kranken oder pflegebedürften Menschen einen Ansprechpartner für alle Fragen hat“. Das plant auch der Kreistag.

In Taufkirchen beispielsweise gebe es unter anderem die AOK-Beratungsstelle, das Mehrgenerationenhaus und Seniorenheime, an die man sich wenden könne. Es fehle aber ein zentraler Ort.

Eine weitere Optimierung der Gesundheitsversorgung strebt Hofstetter mit dem Bezirk an. „Es ist noch eine Vision. Aber wir denken daran, wie man Patienten statt in Kliniken auch ambulant zu Hause medizinisch versorgen kann.“ Unterstützt und ausgebaut werden müssten dazu nicht zuletzt die Nachbarschaftshilfen. „Denn die meisten Angehörigen wollen nach wie vor daheim pflegen“ so der CSU-Politiker. Auch diese Möglichkeiten sollte man ausbauen und im gleichen Zug Bürokratismus abbauen. 

Birgit Lang

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare