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Prost auf eine Zeit nach Corona: Stefan Bauer und Martin Kneißl (oben v.l) sowie (unten v.l.) Ferdinand Bauer und Lukas Forster in ihrem Spaß-Video. 

i-Düpferl

„Skandal zwecks Virus“: Gaudi-Video über Corona

Die Partypand i-Düpferl veröffentlicht  eine eigene Version von Klassiker der Spider Murphy Gang.

Taufkirchen – Eigentlich wollte die Partyband i-Düpferl heuer voll durchstarten. Für rund 20 Auftritte war das Quartett aus der Gemeinde Taufkirchen schon in halb Bayern gebucht. Doch daraus wird nichts, dank Corona. Aber Trübsal blasend herumsitzen war für die vier Burschen nichts, die sich schon seit Schulzeiten kennen. „Wir wollten die Zeit sinnvoll nutzen“, sagt Bandleader Stefan Bauer. Normalerweise treffen sich der 22-jährige Musiklehrer der Kreismusikschule Erding, der in Trossingen Jazz-Akkordeon studiert, und seine Bandkollegen regelmäßig in in seinem Proberaum in Unterhofkirchen.

Weil das derzeit nicht möglich ist, verabredete er sich mit Bassist Ferdinand Bauer aus Vieth, 21-jähriger Student für Grundschullehramt, Schlagzeuger Martin Kneißl aus Moosen, 22-jähriger Mitarbeiter der Raiffeisenbank Isen, und Gitarrist Lukas Forster aus der Gemeinde Vilsheim, 21-jähriger Maschinenbaustudent in Regensburg, zu einer Skype-Sitzung. Dabei hatten sie die Idee: „Wir drehen auch ein Video für unsere Fans. Wir wollten einen Song zur aktuellen Situation machen, damit uns die Leute sehen und wir dranbleiben“, erzählt Stefan Bauer.

Schnell war klar, dass sie den Hit der Spider Murphy Gang „Skandal im Sperrbezicht“ mit eigenem Text covern wollten. Daraus wurde dann „Skandal zwecks Virus“. Gemeinsam entwickelten sie ein Drehbuch mit Szenen, für die sich jeder daheim filmte. Stefan und Ferdinand rockten mit Keyboard und Bass und sangen dazu im Garten der Eltern. Martin fuhr sein Schlagzeug mit dem Bulldog auf eine Waldlichtung in der Nähe von Moosen und trommelte, was das Zeug hielt. Lukas suchte sich eine idyllische Wiese für den Dreh. In weiteren Szenen sieht man die Burschen, wie sie den Sommer ohne Auftritte rumkriegen – mit einer Mass Bier, Zeitung lesend, in eine Regentonne springend oder auf dem Rad.

Jeder von ihnen hatte neben dem eigenen Dreh eine Audiospur mit seinem eigenen Instrument und separatem Ton aufgenommen und diese zusammen mit den Videosequenzen an Stefan Bauer geschickt. „Ich habe alles zusammengebastelt“, verrät er. Schließlich hat er schon einige Akkordeonvideos und Mitschnitte von Live-Auftritten der i-Düpferl für Youtube gemacht. „So ist das Spaßvideo entstanden.“

Ideen für weitere Produktionen hat das Quartett zuhauf. Eventuell könnte es ein Live-Stream-Konzert geben. „Mal schauen, was die nächsten Wochen erlaubt ist und was noch kommen wird“, sagt Stefan Bauer. Natürlich ist das kein Vergleich zu ihren richtigen Live-Konzerten. „Wir stehen für die junge Generation von Bands“, betont der Hofkirchener und, dass sie sich schon auf einige besonders tollte Auftritte dieses Jahr gefreut haben.

So hätten die vier jungen Musiker beim Pfingstvolksfest in Ingolstadt am 6. Juni einen Abend lang im Festzelt den bis zu 3000 Besuchern einheizen wollen. „Der junge Festwirt setzt auf junge Bands und hat uns versprochen, dass er sich meldet, sobald seine Planungen für nächstes Jahr laufen.“ Auch beim Wasserburger Frühlingsfest im Mai und beim Taufkirchener Volksfest im Juli hätten i-Düpferl heuer gespielt. Darauf müssen sie ebenso verzichten, wie auf ihren Auftritt im Zeilingers Festzelt (25. September) in Haag. Aber sie sind zuversichtlich, dass sie wieder gebucht werden, sobald es möglich ist. ALEX ANDRA ANDERKA

Der Klick zum Video:

„Skandal zwecks Virus“ ist auf den Auftritten von i-Düpferl bei Facebook, Instagram und Youtube zu finden. Über 700 Leute haben es schon auf Youtube angesehen, über 3000 auf Facebook und gut 1200 auf Instragram.

Alexandra Anderka 

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