Im Norden werden Autofahrer auf der B15 in Taufkirchen vom „Ironman“ begrüßt. Die Skulptur hat nun am südlichen Ende der Ortsdurchfahrt einen kleinen Bruder bekommen.
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Seine letzte Wendung: Hier lässt Kranführer Emanuel Keilhacker den Malergesellen einschweben. Künstlerin Martina Kreitmeier und ihr Bruder Daniel nehmen die lebensgroße Figur in Empfang, drehen sie und montieren sie auf der mittleren Säule. Jetzt ist der hölzerne Maler bereit für seinen nächsten Sprung.

Skulptur „Lebenswege“ aufgestellt

Taufkirchen: Balanceakt am Malerbetrieb

  • vonTimo Aichele
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Im Norden werden Autofahrer auf der B15 in Taufkirchen vom „Ironman“ begrüßt. Die Skulptur hat nun am südlichen Ende der Ortsdurchfahrt einen kleinen Bruder bekommen.

TaufkirchenIm Norden werden Autofahrer auf der B15 in Taufkirchen vom „Ironman“ begrüßt. Die Skulptur auf dem Kreisverkehr hat nun am südlichen Ende der Ortsdurchfahrt so etwas wie einen kleinen Bruder bekommen: einen Maler, der von Säule zu Säule hüpft.

Fünfte Generation in den Startlöchern

Es handelt sich um das Werk „Lebenswege“ der Holzbildhauerin Martina Kreitmeier. Sie hat die fünf Meter hohe Plastik im Auftrag von Malermeister Michael Keilhacker gefertigt und vor dessen Betriebsgebäude aufgestellt. „Ich wollte etwas, das auf die Tradition von vier Generationen Malerbetrieb hinweist“, erzählte der 47-Jährige bei der Aufstellung der Arbeit aus Eichenholz. Er habe ein ähnliches Werk der in Altfraunhofen (Kreis Landshut) arbeitenden Künstlerin gesehen und schnell gewusst: Das ist es. Bei dem 1898 gegründeten Unternehmen stehe die fünfte Generation bereits in den Startlöchern, sagte Keilhacker. Sein Sohn Valentin schließe bald seine Ausbildung zum Elektriker ab, aber er hoffe schon auf den 18-Jährigen.

Säulen leicht krumm – so wie Lebenswege

Fünf Generationen, fünf Holzsäulen – so ist die Skulptur aufgebaut. Das Balancieren des Malergesellen von einer Station zur nächsten symbolisiert für die Bildhauerin den Weg von der Vergangenheit über die Gegenwart bis in die Zukunft. Verwendet hat Kreitmeier dafür Eichenholz aus der Gegend. Die Stämme hat sie ausschließlich mit der Motorsäge bearbeitet und handbehauen. „Ich nehme für die Säulen auch gerne starke Äste. Die sind leicht krumm – so wie Lebenswege auch sind“, erzählt die 49-Jährige, die einigen im Landkreis durch das Isener Holzbildhauersymposium 2015 bekannt sein dürfte. Die damals von ihr geschaffene Statue Perspektivwexxxel – ein weiblicher Akt, der im Gehen begriffen nach hinten schaut – steht in Lengdorf.

Timo Aichele

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