Das Bier muss zum Bürger: Die Brauereiverantwortlichen (stehend, v. l.) Fritz Rumpfinger, Valentin Vorbuchner, Braumeister Tom Drechsel sowie die BSG-Vorsitzenden (vorne v.l.) Thomas Unterreitmeier und Franz Schlossnikl wollen das Starkbier persönlich ausfahren. 
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Das Bier muss zum Bürger: Die Brauereiverantwortlichen (stehend, v. l.) Fritz Rumpfinger, Valentin Vorbuchner, Braumeister Tom Drechsel sowie die BSG-Vorsitzenden (vorne v.l.) Thomas Unterreitmeier und Franz Schlossnikl wollen das Starkbier persönlich ausfahren. 

Absage wegen Corona

Starkbierfest dahoam: Aktion der Taufkirchener Brauerei

Wieder ist es nix mit dem Taufkirchener  Starkbierfest. Doch diesmal war das Bier schon gebraut. Die Brauerei bringt den Bock trotzdem unter die Leute - und tut Gutes dabei.

Taufkirchen Zu einem „Starkbierfest im Wohnzimmer“ rufen die Taufkirchener Brauerei und die BSG Taufkirchen alle von der Absage der dreitägigen Feier Enttäuschten auf. 6000 Liter Bockbier, die Braumeister Tom Drechsel eingebraut hat, fließen wegen der Corona-Epidemie nicht durch den Zapfhahn im Festzelt, sondern werden nun in Flaschen abgefüllt. Am Samstag, an dem eigentlich 1400 durstige Gäste im Brauereihof erwartet worden wären, starten die Organisatoren eine Lieferaktion. Ohne Aufpreis bis vor die Haustüre wird der 6,9 Prozent starke Bock ausgefahren.

Drechsel, Verkaufsleiter Fritz Rumpfinger und die BSG-Vorsitzenden Franz Schlossnikl und Thomas Unterreitmeier werden sich persönlich hinters Steuer setzen, bekommen aber auch Unterstützung. Bestellungen in jeglicher Menge – von 15 bis 50 Liter – werden unter Tel. (0 80 84) 23 77 entgegengenommen. Einen Euro pro Kasten spendet die Brauerei an eine soziale Einrichtung in Taufkirchen. Wie der Bock schnell unter die Leute kommt, machte der SV Neufraunhofen vor: Spontan sagte Vorsitzender Georg Holzner den Kauf einer ganzen Palette, also 40 Kästen, zu.

„Es tut weh“, beschrieb Schlossnikl die Situation für die BSG nach der Absage. Die Einnahmen durch das Starkbierfest hätte man angesichts der Schulden, die durch den Bau des Vereinsheims vor zwei Jahren entstanden sind, bestens brauchen können. Ausgaben im Voraus seien vor allem durch Werbung entstanden. Eine erfreuliche Kulanz von Zeltbauer, Metzger und Bands halte den Schaden aber in Grenzen, berichtete der Vorsitzende.

Drechsel bescheinigte den Organisatoren: „Ihr habt richtig und rechtzeitig gehandelt.“ Für das 25. Starkbierfest braucht es im nächsten Jahr also einen dritten Anlauf, 2019 konnte die Veranstaltung wegen zu hoher Brandschutzauflagen nicht stattfinden. 

Fabian Holzner

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