Festbierprobe ohne Volksfest (v. l.): Die Volksfestreferenten Tom Unterreitmeier und Nik Kronseder, der Social-Media-Betreuer der Brauerei, Florian Pell, Volksfest-Sachbearbeiterin Christine Aulechner, Braumeister Tom Drechsel, Festwirt Franz Jell, Vertriebsleiter Fritz Rumpfinger, Festwirt Helmut Jell, Bürgermeister Stefan Haberl und Verwaltungsleiter Martin Bauer stießen an und freuen sich schon auf 2021. 
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Festbierprobe ohne Volksfest (v. l.): Die Volksfestreferenten Tom Unterreitmeier und Nik Kronseder, der Social-Media-Betreuer der Brauerei, Florian Pell, Volksfest-Sachbearbeiterin Christine Aulechner, Braumeister Tom Drechsel, Festwirt Franz Jell, Vertriebsleiter Fritz Rumpfinger, Festwirt Helmut Jell, Bürgermeister Stefan Haberl und Verwaltungsleiter Martin Bauer stießen an und freuen sich schon auf 2021. 

Gemeinsame Aktion

Statt Volksfest: Taufkirchener Festbier in Flaschen

Wenn es schon kein Volksfest geben kann, dann wenigstens ein extra gebrautes Festbier. Bei der gemeinsamen Aktion von Brauerei, Wirten und der Gemeinde Taufkirchen gibt es pro Bierkasten außerdem einen Brezen-Gutschein fürs Volksfest 2021.

Taufkirchen – Wenn es heuer schon kein Volksfest in Taufkirchen gibt, dann wenigstens ein Volksfestbier in Flaschen. Statt zu einer traditionellen Bierprobe trafen sich Festwirte sowie Vertreter von Brauereigenossenschaft und Gemeinde zum Vorkosten im Biergarten – mit dem nötigen Abstand, versteht sich.

In der fast 60-jährigen Taufkirchener Volksfestgeschichte gab es noch nie ein eigens gebrautes Festbier in Flaschen, erklärte Vertriebsleiter Fritz Rumpfinger. Braumeister Thomas Drechsel habe experimentiert. „Das Bier schlummert noch, es muss erst aufgeweckt werden.“ Weil heuer das „Volksfest dahoam“ gefeiert wird, habe er „ein bisserl am Bier rumgeschraubt“, so Drechsel. Er habe sich für eine andere Rezeptur entschieden. „Das Bier ist noch im Keller. Wir wissen nicht, wie es wird, aber es wird gut werden.“

Fertig werde der „limitierte Sommersud“ spätestens zum ursprünglichen Volksfesttermin im Juli. Verkauft werde es im Getränkemarkt der Brauerei, bei diversen Vertriebspartnern und im Brauerei-Biergarten.

„Alle waren schon ganz heiß“, dass es mit der 60. Jubiläumswiesn losgeht, sagte Bürgermeister Stefan Haberl, der bis kurzem noch Volksfestreferent war. Da ein Fest heuer nicht möglich sei, habe man sich mit Brauereiverantwortlichen und Festwirten zusammengesetzt und überlegt, wie man die wirtschaftlichen Einbußen wenigstens ein bisschen auffangen könnte. „Uns war es wichtig, Zusammenhalt zu beweisen, für das Volksfestbier zu werben und in ein eigenes Etikett zu investieren“, erklärte Haberl.

Das Rathaus-Kreativteam um Volksfest-Chefin Christine Aulechner, Pressesprecherin Renate Bauer und Caro Stanglmayr von der Öffentlichkeitsarbeit hat sich etwas einfallen lassen: Für jeden verkauften Träger Volksfestbier gibt es einen Gutschein für eine Volksfest-Brezn, der „so Gott will“ 2021 auf dem Volksfest eingelöst werden kann. Insgesamt sind es 500 Brezen-Gutscheine.

Die Vorbereitungen für das Volksfest 2020 seien vor Corona schon größtenteils abgeschlossen gewesen, berichtete Festwirt Franz Jell. Ein neues Online-Reservierungsportal wurde bereits am 1. März freigeschaltet, um es am 2. März wieder zu schließen. Der Jubiläumskrug sei fertig gewesen, die Bestellung konnte aber gestoppt werden. Das komplette Volksfest-Paket verschiebe man nun um ein Jahr. „Wir lassen uns nicht mehr aus der Ruhe bringen. Die Bierzeichen 2020 werden jetzt hoch gehandelt. Aber es gibt nichts dafür“, sagte er grinsend.

Es habe schon einige Überlegungen für Alternativveranstaltungen gegeben, etwa ein kleines Volksfest im Biergarten. Er wisse, dass die Leute darauf heiß seien. Aber wenn auf einmal 4000 Leute vor dem Biergarten stehen, könne man die Auflagen nie einhalten. Also wurde die Idee wieder verworfen.

Sein Cousin und Co-Festwirt Helmut Jell dankten der Brauerei, dass sie die Pacht für das Lokal Boveda und den Biergarten entfallen ließen, solange beide geschlossen waren. „Das hat uns sehr geholfen. Es war eine furchtbare Zeit. Wir haben viel investiert, auch in Hygienekonzepte, dass der Restaurantbesuch wieder angenehm ist, und bei uns eine gewisse Geselligkeit herrscht.“ Aber: „Wir sind uns eigentlich sicher, dass das 60. Volksfest nächstes Jahr stattfinden wird.“

Birgit Lang

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