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Die Chefin nimmt Abschied: Die Tombola-Hauptgewinner (hinten, v. l.) Heike Walleit-Horn, Patrick Ecker und (2. v. r.) Gitte Lehner sowie Bürgermeister Franz Hofstetter (M.) und Tombola-Organisatorin Angela Kräutler (r.) rahmen Adventskalender-Initiatorin Lydia Bitzer ein, die aus gesundheitlichen Gründen aufhört.

Adventskalender im Wasserschloss

Taufkirchen sucht neue „Engerl-Mama“

In einer Gemeinde gibt es vielfältige Angebote für Bürger mit unterschiedlichen Interessen. Der Adventskalender im Taufkirchener Wasserschloss trifft alle Geschmäcker. Aber jetzt muss sich die Gemeinde um eine neue Organisatorin umsehen.

Taufkirchen „Es gibt ganz wenige Sachen, wo in Taufkirchen alle mitmachen“, stellte Bürgermeister Franz Hofstetter bei einem Pressetermin im Rathaus fest. Aber beim Adventskalender im Wasserschloss sei dies so. Darüber freute er sich sehr. Und auch darüber, dass er die drei Hauptpreise, Einkaufs-Gutscheine im Wert von 500 Euro, an die Gewinner der allabendlichen Tombola übergeben durfte. Sorgen bereitet ihm aber die Tatsache, dass die langjährige Organisatorin Lydia Bitzer ab sofort aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht.

Beim Adventskalender im Wasserschloss treten 24 Tage lang jeden Abend fünf Engerl auf, die die geschmückten Fenster des Wasserschlosses öffnen und dabei ein Gedicht vortragen. Sie sind zugleich die Losfeen der Tombola, bei der täglich Preise im Wert von rund 200 Euro verlost werden. Die Preise werden von etwa 100 heimischen Unternehmen gespendet.

Bitzer brachte die Idee für den Adventskalender vor 17 Jahren aus ihrer Heimatstadt Forchheim nach Taufkirchen. Und ebenso lange ist sie die „Engerl-Mama“ und Moderatorin der allabendlichen Veranstaltung mit Musik. Sie war bei der Übergabe der drei Hauptgewinne natürlich auch dabei. An die 150 Menschen seien täglich da gewesen, schätzte sie. Auch die Musiker würden dort gerne auftreten, weil die Gäste ihnen zuhören und nicht nur an ihnen vorbeilaufen, erklärte sie.

Aus gesundheitlichen Gründen gibt sie ihr Amt aber schweren Herzens ab. Auch, wenn sie immer sehr viel Zeit, Engagement und Nerven in den Adventskalender investierte, betonte sie: „Ich habe mehr zurückbekommen als ich hergegeben habe und sehr viel positives Echo erhalten.“ Ihrem Nachfolger, der noch gesucht wird, stehe sie gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Die Hauptgewinner sind Gitte Lehner, Patrick Ecker und Heike Walleit-Horn. Alle drei stammen aus Taufkirchen. Sie waren begeistert von der großen Auswahl, die ihnen bei dieser Aktion geboten wird. So wählten sie Gutscheine für Reisen, Friseur, Elektrogeräte, Mode und Nahrungsmittel aus, die bei den örtlichen Geschäften einzulösen sind. „Überall kann man was brauchen“, meinte Ecker.

Demnächst sollen die Planungen für den Adventskalender 2018 beginnen – mit einem neuen Organisator. Wer sich dafür zur Verfügung stellen möchte, soll sich in der Gemeinde melden. Einen Grund für dieses Ehrenamt lieferte Hofstetter noch mit: „Das Schönste ist, dass man ganz bewusst zum Adventskalender geht, um zuzuhören und zu ratschen, weil hier kein Trubel ist. Das ist wirklich Advent.“

Birgit Lang

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