Im Kinocafé veranstaltete Musikerin Andrea Traber zum achten Mal die Offene Bühne.
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Organisatorin der Offenen Bühne: Andrea Traber.
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Andrea Traber bietet achtes Podium für Künstler

Offene Bühne: Mal rotzfrech, mal anrührend

Im Kinocafé veranstaltete Musikerin Andrea Traber zum achten Mal die Offene Bühne.

TaufkirchenBereits zum achten Mal organisierte die Musikerin Andrea Traber die „Offene Bühne“. Als idealer Aufführungsort erwies sich für die Pianistin, Sängerin und Geigerin letztlich das Kinocafé Taufkirchen, auf dessen Bühne am Sonntagabend erneut Kleinkunst im besten Sinne stattfand.

Ob professionelle Darbietungen oder engagierte Laienauftritte, es war gerade die bunte Mischung, die für vielseitige Abwechslung sorgte. Witzig, rotzfrech, mit tollem Groove, gesellschaftskritischen Texten gegen Rassismus, Intoleranz und verbohrter Nabelschau unterhielt das Landshuter Duo „Garopa“ die Zuhörer mit bayerischem Afropunk und originellen, lautmalerischen Texten – das war richtig pfiffiges Musikkabarett, mit musikantischem Können serviert.

Zu Herzen gehend: die schöne Interpretation von Adeles „Rumor has it“. Es sang hier Antonia Aturcanitei zu Andrea Trabers Klavierbegleitung. Virtuos spielte die Akkordeonistin Sophia Till einen Tango und eine Jazztoccata. Lieder ohne Worte hatten Katarina Farbova (Klarinette) und Quirin Vogel (Klavier) vorbereitet. Sie interpretierten Stücke aus Franz Schuberts „Winterreise“ als seelenvolle Instrumentalfassungen. Außerdem gesellte sich zu diesem Duo Traber mit der Geige für ein tänzerisches Klezmerstück. Von verlorener Liebe, Entzweiung und Traurigkeit handelte Carmen Däumers und Trabers literarisch-musikalische Erzählung. Immer wieder ließ die Pianistin das Stück „Love Story“ anklingen, als die Erzählerin Erich Kästners „Sachliche Romanze“ und Erich Frieds „Was es ist“ in ihre Geschichte über die Entfremdung in einer Paarbeziehung einbettete. Als Traber mit tiefer Stimme den Song „Matrose“ von Sarah Lesch zu ihrer eigenen Klavierbegleitung und dem wunderbar damit verschmelzenden Gitarrenspiel von Michael Vaas anstimmte, zeigte sie auch ihre Seite als Sängerin und ernstzunehmende Liedermacherin. Traber hat übrigens inzwischen längst auch eigene Texte mit eigener Musik in ihrem Kunstgepäck.

Drei Männer an drei Gitarren: Stücke von Dieter Kreidler und Peter Horton präsentierte das Trio Guitariamo aus Freising – Liebeserklärungen an das Saiteninstrument. „Nah genug“ heißt ein Männerduo, das mit eigenen Texten, akustischer Gitarre und E-Bass, Musikgeschichten beisteuerte.

Danach hieß es Bühne frei, wer sonst noch Lust hatte, etwas darzubieten. An Trabers schriftlicher Bitte „Rein und raus nur bei Applaus“ hielten sich Mitwirkende und Zuhörer gleichermaßen. Es war sehr schön, dass sich die Auftretenden gegenseitig zuhörten, was auch zum Konzept der umtriebigen Musikerin gehört. Als hilfreicher Mann im Hintergrund agierte Techniker Peter Neumeier.

Vroni Vogel

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