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Preisverleihung in Berlin (v. l.): Ministerin Franziska Giffey, Martin Bauer (Gemeinde), Katharina Gaigl, Claudia Buchberger (MGH), Carolin Stanglmayr (Gemeinde), Werner Fiedler und Laudatorin Prof. Dr. Martina Wegner.

Demografie-Gestalter 2018

Taufkirchen Vorbild bei Inklusion

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Das Caritas Mehrgenerationenhaus (MGH) und die Gemeinde Taufkirchen sind in der Kategorie „Partizipationsprozesse“ mit dem Preis „DemografieGestalter 2018“ ausgezeichnet worden.

Taufkirchen/Berlin – Die Auszeichnung wurde von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey in Berlin überreicht. Taufkirchen hatte sich mit dem Projekt „Taufkirchen für alle – eine Gemeinde praktiziert Inklusion“ beworben und ist eines von fünf ausgezeichneten Mehrgenerationenhäusern.

„Nichts hält Gesellschaft so zusammen wie Hilfe und Kontakt im unmittelbaren Lebensumfeld. Nichts ist so wichtig für Menschen wie andere Menschen, die sich kümmern“, sagte Ministerin Giffey, berichtet Katharina Gaigl, Projektleiterin des MGH, von der Preisverleihung. Die Ministerin habe versprochen, sich um die Mehrgenerationenhäuser zu kümmern.

Der Wettbewerb „Demografie-Gestalter 2018“ fand dieses Jahr zum ersten Mal statt und zeichnet Projekte aus, die auf besonders kreative Art und Weise den demografischen Wandel mitgestalten. Rund 540 Mehrgenerationenhäuser konnten am Wettbewerb in vier verschiedenen Kategorien teilnehmen und hatten die Chance auf ein Preisgeld in Höhe von 2000 Euro.

Die Taufkirchener konnten die Jury mit ihrem seit 2016 bestehenden Inklusionsprojekt überzeugen. „Das Projekt, das Benachteiligte gleichberechtigt in das gesellschaftliche Leben einbindet und sie gezielt daran teilhaben lässt, wurde ausgewählt, da eine nachhaltige, wirksame Struktur etabliert wurde, in der Partizipation und Inklusion eng verknüpft werden“, so die Begründun der Jury.

Das Projekt „Taufkirchen für alle – Eine Gemeinde praktiziert Inklusion“ wurde ins Leben gerufen, „um unabhängig von Alter, Herkunft, Behinderung oder Krankheit Teilhabe in der Gemeinde zu fördern und alle Menschen vor Ort mit einzubeziehen“, so Gaigl. „Der Integrationsansatz, den das Mehrgenerationenhaus vertritt, umfasst nicht nur Menschen mit vor allem körperlichen Behinderungen, sondern beispielsweise auch Menschen mit Demenz. Gemeinsam werden sozialraumorientierte, systematische Strukturen geschaffen und Betroffene, Angehörige, Profis und Ehrenamtliche beteiligt.“

Bürgermeister Franz Hofstetter freut sich über die Auszeichnung: „Dieser Preis gehört allen Beteiligten.“ Die Entwicklung Taufkirchens hin zu einer inklusiven Gemeinde wird vom Gemeinderat unterstützt. Viele weitere Akteure arbeiten gemeinsam mit der Gemeinde und dem Mehrgenerationenhaus in einem Lenkungskreis Inklusion.

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