Fortschreibung Regionalplan

Taufkirchen will sich nicht einschnüren

Taufkirchen - Die Gemeinde Taufkirchen will Änderungen bei der Fortschreibung des Regionalplans erreichen.

Der Taufkirchener Gemeinderat hat seine Stellungnahme zum Beteiligungsverfahren zur Gesamtfortschreibung des Regionalplanes der Region München abgegeben. Der Regionale Planungsverband München hatte zuvor den Entwurf einer Gesamtfortschreibung des Regionalplanes beschlossen. Nun werden alle betreffenden Gemeinden daran beteiligt.

Zwei Punkte, die die Gemeinde durchaus gerne einbringen würde, hatte die Verwaltung zuvor ausgearbeitet. So wird beantragt, den Bereich südlich von Taufkirchen westlich der B 15 als Hauptsiedlungsbereich auszuweisen und dies mit Schraffur in einer Karte zu ergänzen. Außerdem stimmte der Gemeinderat dafür, den Punkt „Wirtschaft und Dienstleistungen“ insofern zu ändern, als dass „bandartige Entwicklungen durch Neuansiedlungen“ nicht generell ausgeschlossen werden sollen. Der Gemeinde soll dadurch die Möglichkeit eröffnet werden, im direkten Anbau an die bestehenden Bundesstraßen B 15 und B 388 Gewerbeflächen auszuweisen. Andernfalls wäre aufgrund der Topographie die Ansiedelung großflächiger Gewerbebetriebe in Anbindung an bestehende Gebiete durch das sehr hügelige Gelände völlig ausgeschlossen. Teilbereiche seien darüber hinaus durch das landwirtschaftliche Vorbehaltsgebiet „Vilstal“ geprägt. Auch diese Gebiete schieden für eine Entwicklung aus.

Zur Ansiedelung von Gewerbebetrieben müsse es möglich sein, die gute Erschließungsfunktion der Bundesstraßen zu nutzen. Eine Anbindung von Betrieben direkt an den Bundesstraßen sei auch aufgrund des Schutzes von Natur und Landschaft sinnvoll, da damit Flächen in zweiter oder dritter Reihe geschont und nicht mit Bebauung, Versiegelung und Verkehrslärm belastet würden, hieß es seitens der Gemeinde. Daher müsse auch ausnahmsweise eine bandartige Entwicklung in Kauf genommen werden. fis

Rubriklistenbild: © dpa

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