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Thomas Unterreitmeier ist Jugendreferent der Gemeinde Taufkirchen.

Referentenbericht

Taufkirchener Jugendzentrum ist renovierungsbedürftig

„Es passt sehr gut“ mit dem neuen Vorstand des Offenen Jugendvereins, meint Taufkirchens Jugendreferent Thomas Unterreitmeier. Doch wie geht es mit dem Jugendzentrum weiter?

Taufkirchen Jugendreferent Unterreitmeier trug seinen Tätigkeitsbericht 2016 dem Gemeinderat vor. Zwei Posten seien neu besetzt worden. Es sei eine Gruppe von acht Personen, die versuchen etwas auf die Beine zu stellen. Der Jugendreferent würdigte ihr Engagement: „Die Frage ist, wie geht es mit dem Jugi überhaupt weiter, auch baulich?“ Es seien schon Fachkräfte vor Ort gewesen, um sich schlau zu machen, was beispielsweise in Sachen Brandschutz erledigt werden müsse. „Bis dato ist leider noch nichts passiert“, sagte Unterreitmeier.

Vier der Mitglieder hätten die unbegleiteten Jugendlichen von Condrobs im Gasthaus zur Post besucht und sie ins Jugi zum Darten eingeladen. Fünf Flüchtlinge seien daraufhin gekommen. Im Jugendzentrum habe sich auch einiges geändert. „Sie haben sich einen Kicker und einen Getränkeautomaten angeschafft, die Couch hergerichtet und die Wände gestrichen“, zählte Unterreitmeier auf. Die Jugendlichen hätten sich zudem mit einem Verkaufsstand beim Adlberger Markt beteiligt. „Und das mit der Kasse haut jetzt auch hin.“ Statt Selbstbedienung bei den Getränken werde jetzt alles über den Automaten verkauft. „Das hat Hand und Fuß.“

Ein Vorstandsmitglied sei mittlerweile sogar beim Kreisjugendring vertreten. Dort hätten alle acht Vorstandsmitglieder schon Kurse belegt, etwa für Erste Hilfe oder die Betreuung von Jugendlichen und Kindern. Alle hätten diese sechs Kurse absolviert und erhielten somit 60 Euro Zuschuss im Jahr vom Kreisjugendring. 2016 habe es auch keine Beanstandungen von den Nachbarn mehr gegeben, berichtete Unterreitmeier weiter. „Die Jugendlichen würden gerne wieder Veranstaltungen durchführen“ – Musikevents und Ähnliches. Dies sei aber wegen der Brandschutzverordnung nicht möglich. „Wir zögern es jetzt schon so lange heraus und müssen schauen, dass was entschieden wird. Die Jugendlichen brauchen einen Platz, wo sie hingehen können“, betonte der Jugendreferent. Auch, wenn das Jugendzentrum ein bisschen verrufen sei, weil dort angeblich nur gefeiert werde. Vor allem für Zwölf- bis 16-Jährige wäre es eine Anlaufstelle, meinte Unterreitmeier, selbst Vater von drei Kindern.

Auch das Suchtforum soll wieder ins Leben gerufen werden, führte er in seinem Bericht weiter aus. Dieses Gremium habe es schon vor vielen Jahren einmal gegeben. Bei einem Treffen im Mehrgenerationenhaus sei dies beschlossen worden. Besetzt werden soll dieses Forum unter anderem mit Mitarbeitern von Kbo, Polizei, Schulen und Kindergärten sowie dem Jugendreferenten. Ab Februar sollen zwei bis drei Treffen pro Jahr stattfinden, in denen man sich austausche, Schwerpunkt von Problemen feststelle und erfahre, wie man am besten darauf reagieren sollte.

Birgit Lang

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