Ausgezeichnet: Theo Unterreitmeier vor seiner Brennanlage.
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Ausgezeichnet: Theo Unterreitmeier vor seiner Brennanlage.

Ausgezeichneter Schnapsbrenner Theo Unterreitrmeier

Preise für hochprozentige Kunst

Theo Unterreitmeier hat - wieder einmal - abgeräumt.

Taufkirchen – Äußerst erfolgreich hat Edelobstbrenner Theo Unterreitmeier am bundesweiten Test der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) in der Obstbrandprämierung teilgenommen. Für alle vier von ihm eingereichten Obstbrände erhielt der ehemalige Braumeister der Brauereigenossenschaft Taufkirchen Urkunden und Medaillen mit überdurchschnittlich hohen Punktzahlen.

Ausgezeichnet wurden seine Destillate Birnenbrand, Obstler und Williams-Birnenbrand jeweils mit dem Goldenen Preis 2019. Den Silbernen Preis 2019 bekam er für seinen Mirabellenbrand überreicht. Alle prämierten Produkte zeichnen sich durch eine „überdurchschnittliche Qualität“ aus.

Der 78-jährige Rentner betreibt seine „hochprozentige Kunst“ seit nun mehr 20 Jahren „als leidenschaftlicher Hobbybrenner“, wie der ehemalige Braumeister selber sagt. Im Jahr 2000 beantragte der Taufkirchener seine Brennrechte beim Hauptzollamt in Stuttgart.

Bereits in den Jahren 2002, 2006, 2010 sowie 2014 wurde Unterreitmeier jeweils mit Goldenen Preisen für seinen Mispel-, Birnen-, Zwetschgen- und Apfelbrand ausgezeichnet. Zudem wurde der Theo, wie er in Taufkirchen von den meisten genannt wird, im Jahr 2014 mit dem Staatsehrenpreis des Freistaats Bayern geehrt. Seither darf auch er den Namen Edelbrennerei führen.

Sein Obst und die sonnengereiften Früchte mit hohem Fruchtzuckergehalt holt er sich von der Streuobstwiese des Bezirks Oberbayern gleich gegenüber seinem Wohnhaus in der Reckenbacher Straße. Dort in der Streuobstwiese schneidet er auch die über 150 Obstbäume seit Jahren ständig aus und übernimmt die gesamten Mäharbeiten. Dafür darf er das gut gereifte Obstgut ernten, das ebenso für die gute Qualität ausschlaggebend sei wie seine hervorragende Brennanlage, mit der er „sauberste Arbeit“ abliefern könne.

Sein 21-jähriger Enkel Florian, der beruflich als Chemielaborant tätig ist, hilft ihm nicht nur bei der Obsternte, sondern geht ihm auch bei der Arbeit mit der Brennanlage fleißig zur Hand. „Florian macht schon ganz aktiv mit“, freut sich der 78-Jährige. Damit sei die Zukunft des Edelobstbrennens im Hause Unterreitmeier wohl auch gesichert.

Birgit Lang

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