„Fassungslos“ habe sie mit angesehen, wie ein Familienvater seine Kinder dazu angestachelt hatte, Jagd auf die Enten im Taufkirchener Bürgerpark zu machen, erzählt Doreen Adam. Die 39-Jährige hat ein Herz für die Tiere.
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„Fassungslos“ habe sie mit angesehen, wie ein Familienvater seine Kinder dazu angestachelt hatte, Jagd auf die Enten im Taufkirchener Bürgerpark zu machen, erzählt Doreen Adam. Die 39-Jährige hat ein Herz für die Tiere.

Vater fordert Kind auf, Ente am Hals zu packen

Im Bürgerpark: Taufkirchenerin tadelt Tierquäler

Doreen Adam erlebte unlängst erlebte eine sehr unschöne Szene im Bürgerpark. Die Tierfreundin sah mit an, wie ein Vater seinen Sohn dazu aufforderte, eine Ente zu packen - und schritt ein.

Taufkirchen - Eine verstörende Szene erlebte Doreen Adam im Taufkirchener Bürgerpark. Die 39-Jährige spricht von Tierquälerei. Schockiert, wie sie war, machte sie ihrem Ärger nicht nur vor Ort, sondern später auch online in der privaten Facebook-Gruppe Taufkirchen (Vils) Luft. Worauf sie sehr viele zustimmende Kommentare erhielt.

Der Grund: Adam beobachtete im Bürgerpark wohl eine Familie mit drei Kindern. Das jüngste, ein etwa dreijähriger Bub, sei von seinem Vater dazu ermuntert worden, eine Ente zu jagen und sie fest am Hals zu packen, erzählt sie. Dass Menschen mit Steinen nach den Tieren werfen, habe sie schon öfter erlebt. Als der vermutliche Vater dem Buben zurief, er müsse die Ente fest am Hals packen, dann könne sie ihn nicht beißen und sich nicht mehr wehren, glaubte sie, ihren Ohren nicht zu trauen.

Der Bub sei aber zu langsam gewesen, um die Ente zu fangen. Also hätte ihn der größere, um die acht Jahre alter Junge angefeuert, er müsse schneller laufen, dann erwische er sie auch. Das schockierte die Zahnarzthelferin. „In was für einer Welt leben wir eigentlich?“, dachte sie.

Couragiert ging sie auf die Eltern zu und fragte, ob sie sich verhört habe. „Sie erziehen ihre Kinder zur Tierquälerei“, warf sie ihnen vor. Der Mann habe nur geantwortet: „Das lernt er dann für später“. Adam war fassungslos, konterte aber dennoch: „Es ist kein Wunder, dass manche Kinder keinen Respekt mehr vor anderen Lebewesen haben“. Worauf der Vater und die Mutter nichts mehr gesagt hätten, sondern sie mit Quak-Quak-Geräuschen verlacht hätten.

Doch davon ließ sich die seit 2017 in Taufkirchen wohnende Tierliebhaberin nicht einschüchtern. „Wenn ich sehe, dass ihr Kind eine Ente festhält, werde ich definitiv die Polizei anrufen“, sagte sie. Worauf die Mutter geantwortet habe: „Ja, mach doch!“

Adam drehte sich um und ging weg. Die Kinder spielten mittlerweile an den Fitness-Geräten im Bürgerpark, als zufällig ein Polizeifahrzeug ganz langsam an der Familie vorbeifuhr. Hier werde regelmäßig Streife gefahren, weiß die 39-Jährige, weil es immer wieder Ärger mit Jugendlichen gebe. Die Eltern hätten ihr einen bösen Blick zugeworfen, weil sie wohl dachten, sie habe die Polizisten informiert. Was aber nicht der Fall gewesen sei. Die Beamten hätten ihr aber auf Nachfrage bestätigt, dass es ihr gutes Recht sei, die Polizei anzufordern, wenn jemand ein Tier festhalte.

Wieder daheim habe sie sich online dieses für sie schockierende Erlebnis von der Seele geschrieben, erzählt Adam. „Für manche sind es vielleicht nur Enten, aber im Endeffekt sind es fühlende Lebewesen, die mit voller Liebe ihre Küken großziehen.“

40 Kommentare folgten auf ihre Geschichte auf Facebook. Einige User forderten Adam auf, nachträglich Anzeige zu erstatten. Andere schrieben: „Traurig, was denken sich manche Menschen nur dabei?!“. Ein User zitierte alte Sprichwörter: „Was du nicht willst, was man dir tut, das füg auch keinem anderen zu…“ und „Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt genau wie du den Schmerz“. Er ergänzte: „Ich wäre ausgeflippt, wenn ich das gesehen hätte. Respekt für Deine Zivilcourage und überlegten Aussagen und Handlungen.“

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