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Bester Standort: Am Areal an der B 388/Einfahrt Fichtenstraße soll die Rettungswache gebaut werden.

Gemeinderat Taufkirchen

Trotz Protesten der Anwohner: Standort für Rettungswache bleibt

Die Gemeinde Taufkirchen hält am neuen Standort für die geplante BRK-Rettungswache am westlichen Ortsrand unverändert fest.

Taufkirchen – Der Grundstücks- und Bauausschuss sowie anschließend auch der Gemeinderates Taufkirchen beschäftigten sich nach einer zweiten, öffentlichen Auslegung erneut mit dem Neubauprojekt an der Ecke Erdinger Straße (B 388)/Einfahrt Fichtenstraße.

Wie schon im ersten Verfahrensdurchlauf der nötigen Flächennutzungsplanänderung und Aufstellung des Bebauungsplans Rettungswache, gab es erneut eine Flut privater Einwendungen. Die Ablehnung des Projekts unmittelbarer Anwohner war unverändert deutlich.

Gegen das Bauvorhaben gab es keine behördlichen Stellungnahmen oder Träger öffentlicher Belange, die sich gegen eine Realisierung des Bauvorhabens aussprachen. Dagegen las Herbert Mayerthaler seitenweise die Bedenken von Anwohnern vor. Die nahmen Stellung unter anderem zu den Abstandsflächen, möglichem Lärm und städtebaulichen Gründen, wie etwa das Gebäude würde sich städtebaulich nicht passend in die Umgebung einfügen. Erneut kritisiert wurde zudem, die Gemeinde habe nicht ausreichend alternative Standorte geprüft. Bedenken gab es auch in Sachen Naturschutz, denn dort soll die „große Wiesenameise“ siedeln.

„Unverändert“, sagte Bürgermeister Franz Hofstetter (CSU) ein ums andere Mal zu den privaten Einwendungen. Die wurden vom Bauausschuss zur Kenntnis genommen und allesamt abgewogen. Das Gebäude wurde etwas nördlich verschoben, so dass die Abstandsflächen mehr als eingehalten werden, sagte Mayerthaler. Maßnahmen zum Schutz der dort lebenden Ameisen seien in einem Umweltgutachten als ausreichend bewertet worden. Den Vorwurf, es seien nicht ausreichend Alternativen geprüft worden, wies Hofstetter als unzutreffend zurück. Der aktuelle Standort sei einfach der am optimalsten geeignete Platz in Taufkirchen für die Rettungswache.

Der Gemeinderat folgte der einstimmigen Empfehlung des Bauausschusses. Für die Änderung des FNP wurde ein Feststellungsbeschluss gefasst, wonach die Grünfläche als Gemeinbedarfsfläche (rund 1400 Quadratmeter) ausgewiesen wird. Damit werde sichergestellt, dass die Fläche ausschließlich zum Bau der Rettungswache genützt werden kann. Für den parallel laufenden Bebauungsplan Rettungswache wurde der Satzungsbeschluss gefasst. Der Bauausschuss hatte davor dem Bauantrag des Roten Kreuzes, Kreisverband Erding, zur Errichtung einer Rettungswache mit Sozialgebäude, Fahrzeughalle und einen Waschplatz einstimmig das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Hermann Weingartner

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