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Gottes schützende Hand: Pfarrer Rother gab den Zug frei.

Leonhardiritt in Gebensbach

Unterwegs zu Ehren des „Bauernherrgotts“

Ganz Gebensbach war gestern auf den Beinen. Grund: Es war wieder Leonhardiritt, der vierte in den vergangenen elf Jahren.

Gebensbach – Der Leonhardiritt hat eine lange Tradition, bis auf das 15. Jahrhundert geht er zurück. Auch in Erlach ehrte man St. Leonhard, den „Bauernherrgott“, lange Zeit. Wie lange, dass weiß keiner mehr genau. Aber nach gut 40-jähriger Pause wurde der Brauch 2006 vom Pfarrgemeinderat Velden wieder ins Leben gerufen. Seither findet der Leonhardiritt Gebensbach-Erlach in unregelmäßigen Zeitabständen statt.

Die Fäden in der Hand hielt Hildegard Köck, Pfarrgemeinderatsvorsitzende von Velden. Ihr zur Seite stand ein neunköpfiges Team. 17 Kutschen und jede Menge Reiter konnten sie animieren, am Leonhardiritt teilzunehmen. Sogar aus Aschau am Inn und Hörpolding bei Traunstein kamen die Pferdebesitzer mit herrlichen Tieren und Kutschen. Schwarze Friesen, Haflinger, Süddeutsches Kaltblut, Holsteiner und Percheron konnten bewundert werden. Jüngste Teilnehmerin war die vierjährige Eva Maria Hartl aus Urtlfing bei Grüntegernbach. Sie kam mit Opa Sepp und ihrem Shetland-Pony „Max der Große“. Die Besitzer hatten ihre Tiere ebenso prächtig herausgeputzt und geschmückt wie ihre Kutschen. Flechtfrisuren sind scheinbar nicht nur bei Mädchen hoch im Kurs. Auch die Mähnen und Schwänze der Pferde wurden kunstvoll geflochten und mit Blumen verziert. Zwei Kapellen bereicherten außerdem den Zug: Die Blaskapelle Moosen und der Veldener Blechhaufa spielten schon vor der Aufstellung und dann weiter auf den Kutschen bis nach Erlach und zurück.

Leonhardiritt in Gebensbach unter strahlend blauem Himmel - Die Bilder

vor dem Start begrüßte Köck auf einem extra aufgestellten Podium alle Teilnehmer und Zuschauer. Neben ihr stand Pfarrer Tobias Rother aus Velden, der die Veranstaltung offiziell eröffnete und alle segnete. Mit seinem Vorgänger, Gabriel Kreuzer, nahm er dann in einer der Kutschen Platz, und losging es über Riembach Richtung Erlach. Dort angekommen wurde eine kurze Andacht bei der Filialkirche gefeiert, und Rother verteilte noch an alle, die es wünschten, einen Einzelsegen. Unterstützt wurde er dabei von Kaplan Thomas Weinzierl. Schließlich machten sich alle von Erlach wieder auf, zurück nach Gebensbach. Nach dem Schlusssegen konnte alle noch im Gebensbacher Vereinsheim bei Brotzeit, Kaffee und Kuchen ein paar gemütliche Stunden verbringen. Feuerwehr und andere Vereinsmitglieder aus Gebensbach halfen zum Gelingen der schönen Veranstaltung tatkräftig bei.

Birgit Lang

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