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Soll bald abgerissen werden: Die Vilsarcade weicht einer Wohnbebauung.

Bauvorhaben in Taufkirchen

Vilsarcade soll bald verschwinden

Taufkirchen - Carl Hierl hatte das Gebäude einst gebaut, viele Jahre war es ein erfolgreiches Möbelhaus. Danach hätte die Vilsarcade ein florierendes Einkaufszentrum werden sollen, das jedoch gefloppt ist. Jetzt soll es abgerissen werden – oder eigentlich schon sein.

Die Taufkirchener wundern sich schon, warum beim ehemaligen m+m Möbelhaus nichts weitergeht. Hatte es doch im Frühjahr geheißen, dass im September oder Oktober der Industriebau abgerissen wird, um einer Neubebauung mit 45 Wohneinheiten zu weichen.

Die Maßnahme habe sich verzögert, weil es kleine Tekturen bei den Wohnungen gab und noch Verträge mit den Nachbarn ausstanden, erklärte Taufkirchens Bürgermeister Franz Hofstetter (CSU) bei einem Pressegespräch im Rathaus auf Nachfrage. Es sei eine „verfahrene Geschichte“ gewesen, aber nun habe sich die Gemeinde geeinigt. Die Schloss Mehring GmbH, die das Bauvorhaben in Angriff genommen hat, baut nun nicht selber, sondern hat es an die renommierte Maier Bau GmbH in Kraham. übergeben. Diese erstelle auch die Exposés und übernehme den Vertrieb der Eigentumswohnungen. Zeitplan gebe es keinen, meinte Hofstetter. Er schätze, dass die Gebäude bis Mitte 2018 errichtet werden.

Bis Mitte 2017 soll das Ärztehaus, ebenfalls in der Ortsmitte an der Landshuter Straße, fertiggestellt sein. Neben der Sparkasse soll es darin auch ein Ärztehaus mit Apotheke geben. Welche Ärzte dort einziehen werden, sei noch nicht fix. Gewiss sei, dass Hausarzt Ingo Zepter seine Praxis gegenüber aufgeben und dort einziehen wird. Auch die Zahnärzte Werner Fauth und Josef Heilmeier wollen hier praktizieren.

Taufkirchens Bürgermeister wünscht sich zudem einen Orthopäden und einen Gynäkologen. Darüber sei er mit der Klinik Erding im Gespräch, die schon Interesse signalisiert hätte, mit eigenen Krankenhausärzten hier einzusteigen. Sie würden tageweise in Taufkirchen arbeiten. Die Klinik-Leitung möchte mit ihrer Präsenz in Taufkirchen mehr Patienten für Erding generieren, erklärte Bürgermeister Hofstetter. Denn nach wie vor würden viele Einheimische lieber nach Landshut zum Entbinden gehen, als in die Kreisstadt. „Ich hoffe, dass dadurch auch langfristig Ärzte in Taufkirchen sein werden, weil es sonst in zehn Jahren nur noch einen Hausarzt in Taufkirchen geben wird.“ Außer Susanne Heydner sind mittlerweile alle Hausärzte in der Vilsgemeinde gut über 50 Jahre alt beziehungsweise schon bald im Rentenalter.

Birgit Lang

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