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Die Schlagerqueen aus dem Vilstal hebt ab: Eva Luginger mit den Tänzern der Gruppe New Dimension.

2. Eva Luginger Schlagernacht

Das Vilstal singt und tanzt

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Der deutsche Schlager ist nicht tot. Er lebt. Und wie. Das hat sich einmal mehr bei der 2. Eva Luginger Schlagernacht in Velden gezeigt.

Velden/Taufkirchen Donnerstagabend sind in ganz Deutschland viele Schlagerfans bei der Übertragung des Helene Fischer Konzerts vor ihrem Fernseher gesessen. Im Vilstal waren dagegen wohl die meisten Bildschirme dunkel. Rund 1500 Menschen aus Taufkirchen, an der Spitze Bürgermeister Franz Hofstetter mit Gattin Gabi, aus Velden und der Umgebung waren zur Schlagernacht ins Veldener Festzelt gekommen, um Stars von einst und jetzt zu sehen, Lieblingslieder zu hören, lauthals mitzusingen und vor allem, um „ihre“ Eva Luginger zu feiern.

Die gebürtige Veldenerin eröffnete ihre 2. Schlagernacht zusammen mit der Tanzgruppe New Dimension, bei der ihre Schwester mittanzt. Bei „Gloria – nur die Sieger steh’n im Licht“ wurde sie dann kurzerhand mit einer Hebefigur in den Gruppentanz mit eingebaut, und die Schlagerqueen aus dem Vilstal schwebte über ihren begeisterten Fans.

Die ersten musikalischen Gäste waren die Trenkwalder aus Tirol. Bandchef Hubert „Hubsi“ Trenkwalder lobte Luginger dafür, dass sie den Mut aufbringe, „sowas im eigenen Dorf zu veranstalten, wo sie jeden kennt“. Normalerweise gelte der Prophet im eigenen Land ja nichts. Und dann fetzten die Trenkwalder los, bezogen permanent das Publikum mit ein, das schunkeln, klatschen und tanzen musste, und brachten das voll besetzte Zelt regelrecht zum Kochen. Am Ende sangen Eva und „Hubsi“ gemeinsam das romantische „Deine Heimat will ich sein“.

Patrick Lindner gab anschließend einen Rückblick auf 30 Jahre seiner Karriere mit einem Potpourri aus alten und auch aus neuen Hits. Bei seinen böhmischen Liedern zum Abschluss sangen fast alle im Bierzelt mit, viele drängten sich auf den beiden Tanzflächen links und rechts von der Bühne. Nach der deutschen Version von „Something Stupid“, die er zusammen mit Luginger darbot, gehörte die Bühne der Hauptdarstellerin des Abends.

Die 29-jährige Veldenerin präsentierte neben alten Songs auch welche aus ihrem dritten Album, das im Juli erscheinen wird. Neu darauf sind Lieder mit bairischen Texten, erzählte sie. Da dürfe sie endlich mal so singen, „wie mir der Schnabel gewachsen ist“. Zusammen mit ihrem letzten Gast Michael Holm hieß es dann: „Wer die Musik nicht liebt, der liebt auch nicht das Leben.“

Was der 74-jährige Holm dann abzog, elektrisierte das Publikum komplett. Bei seinen Klassikern wie „Barfuß im Regen“, Mendocino“ oder „Tränen lügen nicht“ hielt es niemanden mehr auf den Sitzen, und wieder sangen alle lauthals mit. Sein folgender „Michaels Mega Monster Mix“ war allerdings eher gewöhnungsbedürftig. Ein Potpourri unter anderem aus Hits von Status Quo („Rockin all over the world“), Jürgen Drews („Ein Bett im Kornfeld“) und AC/DC („Highway to hell“) passt nicht unbedingt zu Michael Holm. Gut, dass er am Ende seines schweißtreibenden und durchaus mitreißenden Auftritts wieder zu seinen Wurzeln zurückkehrte. „Ich singe sehr gerne Balladen“, meinte er. Mit „Baby, du bist nicht alleine“ und noch einmal „Tränen lügen nicht“ („Das ist die Hymne der Romantik“) endete gegen Mitternacht eine rauschende Schlagernacht. Eva Luginger strahlte übers ganze Gesicht und bedankte sich beim restlos begeisterten Publikum „für einen geilen Abend“. Wer war nochmal Helene Fischer?

Wolfgang Krzizok

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