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Von Corona gebremst, aber nicht gestoppt: Jetzt hat die Feuerwehr Moosen ihr LF 20 KatS

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Dank und Wertschätzung: Bürgermeister Stefan Haberl (am Pult) lobte die Feuerwehrleute. 2. Vorsitzender Andreas Sterr, 2. Kommandant Josef Pfanzelt, Vorsitzender Martin Außerbauer (v. l.) und ihre Kameraden hörten das gerne.
Dank und Wertschätzung: Bürgermeister Stefan Haberl (am Pult) lobte die Feuerwehrleute. 2. Vorsitzender Andreas Sterr, 2. Kommandant Josef Pfanzelt, Vorsitzender Martin Außerbauer (v. l.) und ihre Kameraden hörten das gerne. © Birgit Lang

Das neue Fahrzeug der Feuerwehr Moosen ist endlich gesegnet. Die Corona-Pandemie hat die Indienststellung verlangsamt.

Moosen – Die ersten Gespräche über ein neues Löschfahrzeug für die Feuerwehr Moosen wurden im Frühjahr 2017 geführt. Nun wurde das neue LF 20 KatS von Pater Dominik gesegnet. Kommandant Christian Kronseder erinnerte an den langen Weg, bis man das LF 20 KatS im August in Dienst stellen konnte. Er und sein Stellvertreter Sepp Pfanzelt hatten jeweils rund 350 Stunden dafür aufgewendet. Ebenso Johannes Lohmeier, Kommandant der Inninger Feuerwehr, und sein Vorgänger Karl Limmer, mit denen man ein baugleiches Fahrzeug beschafft habe.

Nach den ersten Gesprächen waren Vorführtermine und Besichtigungen bis in Österreich angesagt. Dann seien sie durch Corona einige Zeit bei der Ausarbeitung des neuen Fahrzeugs eingeschränkt gewesen. Vier Mal fuhren die Kommandanten ab Juli 2020 nach Ulm, um den Aufbau zu besprechen, das Material zu kontrollieren, das komplette Fahrzeug abzunehmen und es schließlich abzuholen.

Mitte November wurde das Fahrzeug der Mannschaft in Kleingruppen vorgestellt. Wegen Corona waren Übungen nicht möglich, und das Fahrzeug stand bis März einfach nur im Feuerwehrhaus. Erst dann wurden die ersten Übungen mit den Gruppenführern und Einweihungsfahrten gemacht – „bis alle Kameraden wussten, wo im neuen Fahrzeug alles verlastet ist“. Nun sei man auf dem neuesten Stand der Technik: „1600 Liter Wasser, 360 Meter B-Schlauch während der Fahrt zum Verlegen und vieles mehr“.

Franz Hofstetter, Altbürgermeister und stellvertretender Landrat betonte, dass es kommunale Pflicht sei, die Feuerwehren mit vernünftigem Werkzeug und Fahrzeugen auszustatten. Der Landkreis investiere jedes Jahr 1,5 Millionen Euro in Gerätschaften. „Gut angelegtes Geld“, meinte er, wie der immense Einsatz der Aktiven bei den jüngsten Überschwemmungen gezeigt habe.

Hofstetter lobte die 60 Aktiven der Moosener Wehr als „ruhig, bedacht, aber auch fachlich hoch qualifiziert arbeitende Mannschaft“ und wünschte ihnen, dass sie alle wieder gesund von ihren Einsätzen heimkehren.

Bürgermeister Stefan Haberl würdigte die 250 aktiven Feuerwehrfrauen und -männer in der Vilsgemeinde als „verlässliche Garanten für Schutz und Hilfe“. Auch er erinnerte an die jüngsten Überschwemmungen und Gespräche, in denen man überlegte, wie man für solche Ereignisse künftig bereit sein könne. Mit der Fahrzeugweihe könne man auch ein Zeichen des Dankes und der Wertschätzung setzen, betonte Haberl , als er den symbolischen Fahrzeugschlüssel an den Kommandanten übergab.

Kreisbrandinspektor Richard Obermaier bezeichnete die Investition in das neue Fahrzeug als einen „Quantensprung“ für Moosen für die kommenden 30 Jahre. Über die Kosten von rund 360 000 Euro brauche man nicht zu diskutieren. Das Personal sei „wunderbar“ fachlich eingewiesen, lobte Kreisbrandmeister Florian Pleiner.

BIRGIT LANG

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