Gemeinsam viel Spaß hatten Senioren und Realschüler beim Backen.
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Gemeinsam viel Spaß hatten Senioren und Realschüler beim Backen.

Backen beim Erzähl-Café

Von Scheiterhaufen und unmöglichen Apfelkuchen

  • Anton Renner
    VonAnton Renner
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Gaumenfreuden aus alten Tagen für junge Leute von heute: Alt und Jung haben beim Erzähl-Café von Realschule und Mehrgenerationenhaus Taufkirchen gemeinsam gebacken.

Taufkirchen – Ein ungewohntes Bild, dass sich da in der Schulküche der Realschule mehrere Nachmittage bot.

Katharina Gaigl vom Mehrgenerationenhaus berichtet: „Acht Jugendliche vom Catering-Team und acht Senioren waren in Zweier-Teams am Teig rühren, Obst schälen, Cremes herstellen, Torten befüllen und Kuchen glasieren“, sagt sie: „Von den Jugendlichen kam die Idee, sich doch mal mit Senioren zu treffen um gemeinsam Rezepte ,von früher‘ zu backen.“ Gaigl und Sabrina Schuster, Lehrerin an der Realschule, hätten diese Idee gerne aufgegriffen.

Beim ersten Treffen lernten sich die 16 Teilnehmer besser kennen und es besprachen, welche Rezepte beim zweiten Treffen in Kleingruppen gebacken werden. So erstellte zum Beispiel Marianne Maier gemeinsam mit Patricia den sogenannten Scheiterhaufen, eine Mischung aus Äpfeln und Semmeln, die mit einer gezuckerten Eier-Milch übergossen und dann gebacken wird. Eine Küchenzeile weiter rührten Susana Keilhacker und Christina den „unmöglichen Apfelkuchen“. Das ist ein Kuchen, der nicht nur gut schmeckt, sondern durch die Becher-Technik auch unkompliziert zuzubereiten ist. Ein Senior, der früher Koch war, zeigte, wie man eine Roulade macht. Eine Syrerin brachte ein Rezept aus ihrer Heimat mit. Gemeinsam mit einer Schülerin briet sie kleine Teigküchlein, die anschließend mit Mascarpone und Pistazien gefüllt wurden.

Während die Kuchen in den Backöfen waren, gab es Zeit, noch mehr von früher zu erfahren. Die Jugendlichen hörten von den Lieblingsessen wie Kohlrouladen, Reisauflauf und Apfelstrudel aus der Kindheit der Senioren.

Jeder Teilnehmer durfte einen Gast einladen, um die Backwaren zu verzehren. Das ließen sich der Direktor der Realschule, Josef Hanslmaier und das Sekretariats-Team nicht zweimal sagen. Auch Freunde und Eltern der Bäcker stellten sich als Kuchen-Verkoster zur Verfügung. Die Jugendlichen waren sich einige: „Super war es! Wir haben viel gelernt und interessante Gespräche geführt. Die Kuchen haben gut geschmeckt. So etwas würden wir jederzeit wieder machen“. 

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