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Leiten die Geschicke der Förderstiftung (v. l.): Franz Hofstetter, Klaus Ulrich Wolter, Carolin Stanglmayr, Georg Schmittner und Peter Murla.

100 000 Euro Gründungskapital

Wasserschloss Taufkirchen: Die Stiftung steht

Die Stiftung für das Wasserschloss wurde endlich gegründet. Das Kapital beläuft sich auf 100 000 Euro.

Taufkirchen –„Wenn du schnell gehen willst, geh’ alleine. Wenn du weit kommen willst, geh’ gemeinsam“, zitierte Klaus Ulrich Wolter, Vorsitzender des Fördervereins Wasserschloss, ein afrikanisches Sprichwort und münzte es auf die Förderstiftung Wasserschloss. Mit gemeinsamen finanziellen Anstrengungen konnte diese nun gegründet werden. Das Gründungskapital beträgt 100 000 Euro.

Im Festsaal des Schlosses trafen sich Vertreter der Gemeinde, des Fördervereins und der Sparkasse Erding- Dorfen sowie zahlreiche Gemeinderäte, um das zu feiern. Im Februar werden alle Zustifter zu einem Empfang in das Schloss eingeladen.

Kapital für Kunst, Kultur und Denkmalpflege in Taufkirchen

Der Gesamtbetrag setzt sich zusammen aus 20 000 Euro, die der Förderverein angespart hat, 30 000 Euro von privaten Stiftern und Zustiftern, darunter viele Unternehmen, sowie 50 000 Euro von der Sparkasse. Da es sich um eine Verbrauchsstiftung handelt, kann das Kapital in den nächsten zehn Jahren für Kunst, Kultur und Denkmalpflege im Herzen Taufkirchens aufgewendet werden.

Bei der Veranstaltung wurde auch der Stiftungsrat vorgestellt, der die Projekte leitet. Ihm gehören der erste und zweite Vorsitzende des Fördervereins, Klaus Ulrich Wolter und Peter Murla, Bürgermeister Franz Hofstetter, Georg Schmittner (Vorsitzender Kommunalunternehmen Wasserschloss) sowie Carolin Stanglmayr (Gemeinde) an.

„Unser Schloss“, statt Wasserschloss

Wolter blickte in seiner Ansprache auf die bisherigen Anstrengungen des Fördervereins zurück. 1997 gegründet, war neben der 750-Jahr-Feier der Kauf des Schlosses durch die Gemeinde ein Höhepunkt. Er lobte das ehrenamtliche Engagement vieler und freute sich über zahlreiche positive Rückmeldungen aus der Gemeinde. Viele Bürger verwenden die Bezeichnung „unser Schloss“, das sei Motivation und Ansporn.

Die Errichtung der Förderstiftung bezeichnete er als erneuten Höhepunkt. Das Kapital werde „nachhaltig und wertschöpfend“ eingesetzt, versicherte Wolter.

Wasserschloss: Kulturelles Zentrum Taufkirchens

Sparkassenchef Joachim Sommer führte die Gemeinwohlorientierung des Kreditinstituts als Grund für die hohe Zuwendung an: „Wir geben einen Teil unseres Ertrags auf diese Weise an die Taufkirchener Bürgerinnen und Bürger zurück.“ Diese forderte er auf, weiter zu stiften.

Bürgermeister Franz Hofstetter erinnerte an die 1990er Jahre, als sich viele Bürger einig waren, man müsse das Schloss aus seinem „Dornröschenschlaf“ erwecken und schließlich der Förderverein gegründet wurde. Es habe aber immer wieder die Diskussion gegeben, dass es nur einer „Planierraupe“ bedürfe, um das Gebäude „wegzuschieben“. „Deshalb bin ich sehr dankbar, dass wir hier heute stehen“, bekannte er. Das Schloss bezeichnete er als „unser kulturelles Zentrum“, das für das gesellschaftliche Leben in Taufkirchen „elementar wichtig“ sei.

Fabian Holzner

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