Friedhofsatzung Taufkirchen

Weniger Auflagen bei der Grabgestaltung

Taufkirchen - Eine neue Friedhofsatzung soll in Taufkirchen für eine lockerere Grabgestaltung sorgen.

Die Gemeinde Taufkirchen will die Satzung für den Friedhof in Taufkirchen überarbeiten. Während der alte Teil des Friedhofs freiere Möglichkeiten bei der Gestaltung der Gräber bietet, ist im neuen Teil vieles reglementiert worden. Friedhofsreferent Christian Aigner (FW) sagte, dass es in diesem Zusammenhang immer mehr Beispiele von Grabgestaltungen gebe, die eigentlich nicht erlaubt seien und bei denen die Verwaltung stets ein Auge zugedrückt habe. So sei es etwa in Mode gekommen, dass Gräber komplett mit Zierkies gestaltet würden. Dies aber sei laut Satzung etwa auf dem neuen Teil des Friedhofs nicht erlaubt. Auch bei einigen Grabsteinen habe man „Gnade vor Recht“ walten lassen, obwohl diese nicht den festgesetzten Maßen entsprechen würden. Gleiches gilt laut Aigner für Bilder der Verstorbenen am Grabstein – auch diese seien eigentlich nicht vorgesehen. Grabeinfassungen sind bislang ebenfalls nicht erlaubt.

Stefan Haberl (CSU) sagte: „Ich persönlich finde, dass es besser wäre, wenn es einheitlich gestaltet würde.“ Als einfacher Friedhofsbesucher sehe er keinen Grund, warum an einer Stelle etwas gemacht werden dürfe, was ein paar Meter weiter verboten sei. Manfred Slawny (SPD) sprach sich ebenfalls für eine „liberalere Gestaltung“ der Gräber aus. Auch andere Gemeinderäte waren dieser Meinung.

Um das Wirrwarr von neuem und altem Teil in den Griff zu bekommen, beauftragte der Bauausschuss die Verwaltung, eine neue Satzung auszuarbeiten, die für beide Teile gelte und im Vergleich zur bisherigen, vor allem lockerer gefasst sei. Diese werde dann zu gegebener Zeit dem Gemeinderat zur Abstimmung vorgelegt. Bis zum Inkrafttreten der neuen Satzung seien nun ebenerdige Einfassungen sowie Zierkies erlaubt.

Tobi Fischbeck

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