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Schützen im Sonnenuntergang: Die besten Schloßschützen präsentieren stolz ihre Preise. In der Mitte die drei Sieger des Königsschießens, Schützenkönig Konrad Huber, Wurstkönig Frank Fischer und Brezenkönig Richard Lachner.

Schloßschützen Jettenstetten

Der Wurstkönig kommt aus Sachsen

Die Schloßschützen sind stolz darauf, dass rund Dreiviertel der Einwohner Mitglied im Verein sind. Dass es auch mit der Integration klappt, zeigt der Wurstkönig.

Jettenstetten Der kleine Ort Jettenstetten ist ein Teil der Gemeinde Taufkirchen. „Rund 75 Prozent aller Jettenstettener gehören zu den Schloßschützen“, sagte stolz Schützenmeister Peter Murla bei der Saisonabschlussfeier. Es würden bei den Wettkämpfen zwar viele mitschießen, aber es könnten dennoch nicht alle Klassen belegt beziehungsweise manche nur mit einem Schützen bedient werden. „Wir sind trotzdem froh über die gute Beteiligung“, betonte Murla.

Dieses Jahr konnte er den „Immer-da-Preis“ gleich an vier Schützen vergeben: Sabine und Hans Huber sowie Martin Lachner und Beate Langgartner waren an allen 22 Schießabenden anwesend. Auch die Pokale und Abzeichen der Sieger bei den Vereinsmeisterschaften überreichte Murla im Jettenstettener Vereinsheim an die Besten in ihren Klassen.

In der Seniorenklasse wurde Elke Müller mit 444 Ringe bei den Damen Erste. Bei den Herren hatte Anton Bachmaier mit 957 Ringen das ruhigste Händchen und holte sich den Sieg vor Günter Müller (930 Ringe) und Konrad Huber (929). In der Altersklasse siegte bei den Herren Hans Huber mit 919 Ringen vor Murla (898) und Valentin Fruhmann (882), bei den Damen Beate Langgartner auf dem Luftgewehr (915) und auf der Pistole (794). Andrea Lachner wurde in der Damenklasse mit 900 Ringen Erste, ihr Bruder Martin siegte in der Schützenklasse mit 947 Ringen vor Konrad Reithmaier mit 871 Ringen.

In der Juniorenklasse schaffte es Michael Frühmann mit 935 Ringen auf den ersten Platz, in der Schülerklasse kam Siegerin Sabine Huber auf 677 Ringe. Beim Teilerpokal wurde Andrea Lachner Erste mit einem 2,0 Teiler, ihr Bruder Richard Zweiter mit einem 6,7 Teiler und Günter Müller Dritter mit einem 7,5 Teiler.

Auch beim Königsschießen konnten die Jettenstettener mit einer Besonderheit aufwarten. Konrad Huber wurde mit einem 7,0 Teiler Schützenkönig, gefolgt von Wurstkönig Frank Fischer und Richard Lachner, der mit einem 35,8 Teiler erstmals Brezenkönig wurde. Fischers Erfolg ist umso höher einzuschätzen, weil er „erst vor einem Jahr, mit 60 Jahren, zum Schießen angefangen hat und gleich unter die ersten Drei gelandet ist“, meinte Murla und fügte augenzwinkernd an: „Fischer kommt aus Sachsen. Das ist gelebte Integration in Jettenstetten.“

Birgit Lang

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